Nach einem Jahr Pause werden wieder Abfahrer über die neue Kandahar-Strecke ins Tal jagen: "Die Pause war notwendig, um die Strecke umzubauen", so Organisationskomitee-Präsident Peter Fischer. Für die Rennläufer bedeutet die "neue" Kandahar eine noch größere Herausforderung als zuvor, auch wenn ÖSV Abfahrtstrainer Robert Trenkwalder treffend bemerkt, "so richtig langweilig war die Kandahar in Garmisch-Partenkirchen eigentlich nie!"

Programm vom 19.-23. Februar 2003:
An den beiden Renntagen sollen eine Abfahrt (Samstag) und ein Super-G (Sonntag) ausgetragen werden. Lassen Sie sich dieses Ereignis nicht entgehen. Es handelt sich um den einzigen Weltcup-Speed-Event in Deutschland überhaupt. Die umgebaute Kandahar-Strecke ist eine der anspruchsvollsten Abfahrtsstrecken der Welt. Hier reiht sich eine Schlüsselstelle an die andere, ohne längere Gleitabschnitte.

Mittwoch, 19. Februar 2003 :
11.00-13.00 Uhr Abfahrtstraining

Donnerstag, 20. Februar 2003 :
11.00-13.00 Uhr Abfahrtstraining

Freitag, 21. Februar 2003 :
11.00-13.00 Uhr Abfahrtstraining
17.00-24.00 Uhr Opening Party auf dem Richard-Strauss-Platz

Samstag, 22. Februar 2003 :
12.00 Uhr Abfahrt Herren
15.00-24.00 Uhr Weltcup-Party auf dem Richard-Strauss-Platz
inklusive der Siegerehrung der Abfahrt der Herren

Sonntag, 23. Februar 2003 :
12.00 Uhr Super-G Herren
Siegerehrung im Anschluss an das Rennen

Die Kandahar-Piste, Abfahrt:
Die Gesamtlänge beträgt 3455 Meter bei einer Höhendifferenz von 960 Meter. Die Kandahar gehört neben Wengen zu den längsten Abfahrten im Skiweltcup. Die Siegerzeit dürfte nach dem Umbau über zwei Minuten betragen.

Start:
Der Start liegt am Kreuzjoch in 1700 Meter Höhe. Vom Start bis zur Seele (eine S-Kurve vor dem Tröglhang) beschleunigen die Fahrer in wenigen Sekunden von 0 auf 100 bis 110 km/h.

Seele:
Kurzes flaches Stück mit einer rechts-links Kombination bevor es in das steilste Stück der Abfahrt geht.

Tröglhang :
Das steilste Stück der Abfahrt - bei der Ausfahrt in den Schußanger erreichen die Fahrer Höchstgeschwindigkeiten bis 130 km/h.

Schußanger:
Der Schußanger war fürher ein Gleitstück - er wurde umgebaut. Die Strecke ist nun verbreitert und führt direkter ins Himmelreich. Aus dem reinen Gleitstück wurde eine technische Passage mit zwei schönen Kurven und einem Sprung, der bis zu 30 m weit geht.

Himmelreich:
Durch den Umbau des Schußangers wurde das Himmelreich kürzer. Hier müssen die Läufer sauber fahren und können sich noch einmal kurz sammeln für die schwierigsten Abschnitt der Abfahrt.

Die Kandahar-Piste, Super-G:
Der Start liegt am Beginn des Himmelreiches in einer Höhe von 1330 Meter. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 2070 Meter bei einem Höhenunterschied von 590 Metern.

Eishang:
Die Einfahrt in den Eishang wurde ebenfalls verbreitert. Damit ergeben sich für die Kurssetzung mehr Möglichkeiten in der Abfahrt wie auch im Super-G. Aus dem Eishang fahren die Athleten mit rund 110 km/h auf den Seilbahnstadlsprung zu. Weiten zwischen 40 und 60 Meter können dort erreicht werden. An dieser Stelle bietet die Strecke einen größeren Sturzraum auch mehr Sicherheit.

Prügelgraben:
Kurze Verschnaufpause bevor es in die (nomen est omen) Hölle geht. Sie ist ähnlich steil wie der Tröglhang. Auch bei der Ausfahrt Hölle Veitl Kaspar werden Spitzengeschwindigkeiten von etwa 130 km/h erreicht (wie am Tröglhang).

FIS-Schneise:
Von der FIS-Schneise bis ins Ziel gilt es, die Geschwindigkeit aus der Hölle mitzunehmen und in den letzten Kurven keine Zeit mehr zu verlieren.

Ziel:
Das Ziel liegt auf einer Höhe von 740 Metern. Vor dem Ziel gibt es noch den Zielsprung, der bis zu 20 m weit geht.

Pistendaten:
Start: 1700m
Ziel: 740m
Höhenunterschied: 960m
Länge: 3455m

Die vergangene Saison:
Garmisch Partenkirchen, 26. Januar 2002: Der Österreicher Fritz Strobl gewinnt mit einem beherzten Lauf den ersten Super-G von Garmisch-Partenkirchen. Auf dem zweiten Platz konnte sich der Schweizer Didier Cuche, mit einem Zeitrückstand von einer halben Sekunde vor dem großen Favoriten Stephan Eberharter platzieren.
Garmisch Partenkirchen, 27. Januar 2002: Eberharter gewinnt den abgebrochenen Super-G in Garmisch, Max Rauffer qualifiziert sich mit Platz 15 für Olympia. Nach 37 Rennläufern war Schluss - ein Föhnsturm brachte Wolken und Regen, somit war eine weitere sichere Durchführung des Rennens nicht mehr gewährleistet. Die Jury entschied, dass die Ergebnisse für den Weltcup gewertet werden, und erklärte Stephan Eberharter zum Sieger des zweiten Super-G von Garmisch.

Geschichte des Ski-Club Garmisch:
Am 02. Februar 1914 wurde der Verein als Ski-Club Werdenfels gegründet und zählt heute 1200 Mitglieder. Der Ski-Club Garmisch hat 1936 Abfahrt und Slalom bei den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen einem zeitgenössischen Bericht zufolge wie ein Uhrwerk abgewickelt. Skisportler wie Mirl Buchner verhalfen bei den Olympischen Winterspielen 1952 in Oslo mit Silber in der Abfahrt und Bronze im Slalom und Riesenslalom dem Verein zu internationalem Ruhm. Karl Maurer zählte ebenfalls zur Spitzenklasse; er errang zwei deutsche Meistertitel. Heute gehören Stefanie Wolf (23), Alexandra Kolier (21) sowie Iris Kolier (17) zur deutschen Nationalmannschaft im Europacup, mit Hoffnungen auf eine Teilnahme an Weltcup-Rennen; Jenny Kittstein ist Mitglied in der Nationalmannschaft Freestyle, sieben Kinder starten in der Gaumannschaft des Ski-Gau's Werdenfels. Auch heute ist der Club Veranstalter aller alpinen SKI-WELTCUP-Veranstaltungen in Garmisch-Partenkirchen.

Sportveranstaltungen in Garmisch:
1933: Erstes Skispringen auf der Schanze im Skistadion
1936: IV. Olympische Winterspiele
1937: 1. Internationale Wintersportwoche
1947: Deutsche Eiskunstlauf-Meisterschaften
1950: VI. Internationale Wintersportwoche
1951: Deutsche Alpine Skimeisterschaft
1953: IX. Internationale Wintersportwoche
1953: Bob-Weltmeisterschaft
1956: Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft
1960: Rennrodel-Weltmeisterschaften
1962: Bob-Weltmeisterschaft
1966: Biathlon-Weltmeisterschaft
1972: Curling-Weltmeisterschaft
1978: Alpine Skiweltmeisterschaft
1982: Curling-Weltmeisterschaft
1984: Europa-Meisterschaft im Eisstockschißen
1985: Kanu-Weltmeisterschaft
1992: Curling-Weltmeisterschaft
1994: Weltmeisterschaft im Eisstockschießen
1998: Kanu-Weltmeisterschaft
1999: Gleitschirm-Europameisterschaft
2000: Gleitschirm-Europameisterschaft

Der Ort Garmisch-Partenkirchen:
Erst seit 1935 besteht der Doppelort Garmisch-Partenkirchen.
Davor waren Garmisch und Partenkirchen getrennte Märkte, die, jeder für sich, eigenständige Entwicklungen aufweisen. Garmisch-Partenkirchen ist Austragungsort vieler Spitzensport-Veranstaltungen. Nicht zuletzt die Austragung der IV. Olympischen Winterspiele 1936 machten den "Doppel-Ort" weltberühmt. In Deutschlands Olympia-Ort hat der Spitzensport stets Hochsaison. Zum Jahresstart treffen sich die weltbesten Skispringer auf dem Bakken der Olympia-Skischanze. Auf der berühmten "Kandahar" fighten Abfahrtsläufer um Hundertstelsekunden. Im Olympia-Eissport-Zentrum kann man bei Weltmeisterschaften im Curling und Eisstockschießen mitfiebern, die besten Eiskunstläufer oder packende Eishockeyspiele erleben. Kanu-Weltmeisterschaften oder Europameisterschaften im Gleitschirmfliegen beweisen, dass auch im Sommer Hochleistungssport eine Rolle spielt. Trendsportarten sind hier zu Hause.

Information, Kontakt und Akkreditierung:
Kurverwaltung
Richard-Strauss-Platz 1a
82467 Garmisch-Partenkirchen
fon: +49 (0) 8821 180-700
fax: +49 (0) 8821 180-755
mail: tourist-info@garmisch-partenkirchen.de
Alpine-Auskunft beim DAV München über Hütten und Wege
fon: (089) 294940
Bergwacht GAP
fon: (08821) 3611
DAV-Vermittlung München
fon: (089) 14003-0
Alpine Auskunft für AV-Mitglieder
Di-Fr 09:30-12:30 Uhr
Di+Do 17:00-19:00 Uhr
fon: (08821) 2701
Alpine Auskunft und Leihausrüstung
für Wanderer, Bergsteiger und Tourengeher WN-ALPIN, Zugspitzstr. 51
82467 Garmisch Partenkirchen
fon: (08821) 50340
web: www.wn-alpin.de
Wettertelefon Zugspitze
fon: (0190) 116012
Deutscher Wetterdienst
fon: (08821) 945568
Lawinenlageberichte Bayern
fon: (089) 1210 1210
Beratung: (089) 1210 1555
fax: (089) 1210 1130
Alpenvereinswetterbericht: (089) 295070