Jetzt sind sie alle fort: Bei der Abschlussfeier am Sonntag waren schon keine Athleten mehr anwesend. Sechzehn 'wilde' Tage der Gegensätze haben ein Ende: Sieger und Verlierer, Gesunde und Verletzte, Lachende und Weinende, Nominierte und Nicht-Nominierte, Bejubelte und Verspottete, Fans und Aktive, neu geschlossene und gekappte alte Freundschaften, Favoriten und Exoten.

Das Gerede geht weiter:
Die Diskussionen am Rande der WM werden noch eine Weile nachebben. Aber Sankt Max will das alles nicht mehr hören: ... Wer ist auf Dauer im Deutschen Team (Trainer und Athleten) dabei, wer nicht? Bekommt Alberto Tomba (ITA) eine neue Chance, sein Land bei den Olympischen Spielen in Turin (ITA) zu repräsentieren? Wird St. Moritz als regulärer Weltcup-Austragungsort anerkannt? Wann beendet Stephan Eberharter seine Karriere? Wird das St. Moritz-Schwimmbad jemals wieder Wasser sehen? ... bla, bla, bla ...

Letzte Eindrücke:
Die Aufräumarbeiten dauern noch an, 'Normalsterbliche' dürfen jetzt wieder die Pisten 'Corviglia' und die 'Engadina' herunterkurven und lang vermisste Ruhe kehrt in das beschauliche St. Moritz zurück. Vereinzelt trauen sich bereits von der WM verschreckte Stammgäste aus ihren Zufluchtsorten hervor, um wieder am üblichen Treiben teil zu haben: Luxus, Luxus, Luxus ...

"Ich brauch Urlaub!"
Sankt Max ist nun dringend urlaubsreif: "Eigentlich wollte ich ja zum Zelten nach Wanne-Eickel, in den Schrebergarten meines Vetters Bolte. Aber, wenn ich es mir recht überlege, in Anbetracht der kalten Tage und besonders Nächte in St. Moritz - Mumien, Eisbärte und abgefrorene Gliedmassen bei über Minus 20° Celsius - will ich doch lieber in die Sonne - die Türkei ist zur Zeit wahnsinnig billig und dazu das Bombenwetter ... "