Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften von St. Moritz 2003 biegen auf die Zielgerade ein. Mit dem traditionell letzten Wettbewerb - dem Slalom der Herren - gehen die Wettkämpfe auf der Engiadina- und Corviglia-Strecke zu Ende.

Ivica Kostelic in der Erfolspur der Schwester:
Nach dem ersten Slalom-Durchgang auf der Corviglia-Piste liegt der Kroate Ivica Kostelic in der Zeit von 0:50,81 Min. auf dem ersten Platz. Kostelic setzte gleich mit der Startnummer Eins die Laufbestzeit. Damit hat er am Mittag die Möglichkeit seiner Schwester auf den Slalom-Thron zu folgen. Das wäre dann die dritte WM-Goldmedaille für Kroatien.

ÖSV-Duo auf Verfolgungsjagd:
Genau wie am Samstag bei den Damen sind auch heute die Österreicher die ärgsten Verfolger des Kroaten. Benjamin Raich (0:50,97 Min.) und Manfred Pranger (0:51,05 Min.) liegen nur knapp hinter Ivica Kostelic und können den Kroaten im Finale noch von der Spitze verdrängen.

Bode Miller ohne Skistock:
Der Doppel-Weltmeister Bode Miller aus den USA ging sein Rennen gewohnt engagiert an, doch nach der Zwischenzeitnahme verlor der Amerikaner den linken Ski-Stock und musste in einem wahren Rodeo-Ritt den Weg ins Ziel fortsetzen. Derzeit liegt Miller auf Rang Acht (0:51,71 Min.).

Weltmeister gestürzt - WM ohne Titelverteidigung:
Der Slalom-Weltmeister von St. Anton 2001, Mario Matt (Österreich), schied bereits im ersten Durchgang aus. Er stürzte, nachdem er an einer Stange zuvor förmlich ausgehebelt wurde. Damit konnte kein amtierender Weltmeister von 2001 in St. Moritz seinen WM-Titel verteidigen.

Zwei DSV-Fahrer schon ausgeschieden - Neureuther stark:
Vier DSV-Fahrer waren zum ersten Durchgang auf der Corviglia angetreten, Andreas Ertl und der junge Nachwuchsfahrer Jendrek Stanek schieden nach jeweils guten Zwischenzeiten mit Fahrfehlern vorzeitig aus. Während der 'Altmeister' Markus Eberle völlig enttäuschte (Platz 36), zeigte der 18-jährige Felix Neureuther mit der Startnummer 53 ein sehr gutes Rennen und kann die Belohnung für sein Resultat (Platz 29) im zweiten Durchgang ernten. Das Finale (ab 13.00 Uhr) darf Neureuther nun als zweiter Fahrer in Angriff nehmen und den Vorteil einer noch intakten Piste für sich nutzen.