Der letzte Damen-Entscheid der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz liegt hinter den Aktiven und Zuschauern. Der Slalom-Wettbewerb war erneut eine Domäne der Kroatin Janica Kostelic. Die Slalom-Weltmeisterin Anja Paerson aus Schweden wurde entthront.

Kostelic souverän zum zweiten Weltmeistertitel:
Janica Kostelic aus Kroatien präsentierte sich auf der Engiadina-Strecke einmal mehr in bestechender Form. Bereits im ersten Durchgang des WM-Slaloms lieferte die Dreifach-Olympiasiegerin von Salt Lake City eine herausragende Bestzeit ab. Am Ende siegte Kostelic in der Gesamtzeit von 01:39,55 Minuten. Schon zur 'Halbzeit' waren die Medaillen eigentlich vergeben, denn die Österreicherin Marlies Schild und ihre Landsfrau Nicole Hosp verteidigten ihre Platzierungen Zwei und Drei und holten in 01:40,18 Min. (Schild) und 01:40,46 Min. (Hosp) Silber und Bronze für die Alpenrepublik.

Paerson mit Aufholjagd - nur Platz Vier:
Titelverteidigerin Anja Paerson aus Schweden und ihre Landsfrau Anna Ottosson belegten am Ende die undankbaren Plätze Vier und Fünf. Milka Skistar Sonja Nef (Schweiz) landete auf Platz Sechs. Doch gerade Paerson schrammte nur knapp an einer Medaille vorbei. Die frischgebackene Riesenslalom-Weltmeisterin hatte nach einem verpatzten ersten Durchgang nur auf Rang 16 gelegen, fuhr im Finale aber klare Laufbestzeit und verfehlte Bronze nur um 12/100 Sekunden.

Bergmann nur auf Platz 13 - Ertl ausgeschieden:
Für das deutsche Slalom-Team verlief der WM-Slalom enttäuschend. Beste DSV-Fahrerin wurde Monika Bergmann aus Lam. Nach dem ersten Lauf hatte sie aussichtsreich auf dem achten Platz gelegen. Doch im Finale ging der Knoten nicht auf, Bergmann fuhr zu verhalten und fiel auf Rang 13 zurück. Auch Martina Ertl aus Lenggries lag mit dem zehnten Platz vor dem Finale noch auf Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen. Doch ein klassischer Innenskifehler führt zum Sturz und ließ alle Medaillenträume im zweiten Lauf zerplatzen.

Aus für Gerg und Riesch:
Schon im ersten Durchgang ereilte die beiden weiteren DSV-Starterinnen das vorzeitige Aus. Mitfavoritin Annemarie Gerg hatte nach einem kapitalen Fehler zunächst einen Steher an einem Tor, fuhr dennoch weiter und stürzte wenige Sekunden später im unteren Teil des Parcours. Maria Riesch erlebte das Ende ihrer Slalomträume erneut auf dem Bauch rutschend. Sie stürzte - wie zwei Tage zuvor im Riesenslalom - und musste damit weiteres Lehrgeld bezahlen.