Das Wetter bleibt in St.Moritz sonnig, so auch beim ersten Durchgang des WM-Riesenslaloms der Damen. Beste Bedingungen auf der Engiadina-Strecke.

Paerson auf Goldspur:
Der Schwedin Anja Paerson gelang der beste Lauf beim ersten Durchgang des WM-Riesenslaloms der Damen. Die Slalom-Weltmeisterin von St. Anton 2001 führt in der Zeit von 01:19.21 Min. vor der Kanadierin Allison Forsyth (01:19.33 Min.) und der Slowenin Tina Maze, die für den 48 Tore langen Parcours 01:19,64 Min. benötigte.

Die Verfolgerinnen:
Doch weitere Athletinnen liegen nach dem ersten Durchgang auf der sehr anspruchsvollen - weil glatten - Piste in Lauerstellung auf die Medaillen. Karen Putzer (Italien) und Nicole Hosp (Österreich) belegen zeitgleich in 01:19.90 Min. den vierten Rang. Dicht dahinter hoffen Denise Karbon und Michaela Dorfmeister auf ihre Chance.

Die Weltmeisterin Nef mit Fehler - Ertl weit zurück:
Die amtierende Riesenslalom-Weltmeisterin Sonja Nef hat ihre Chancen auf die Titelverteidigung möglicherweise an einem einzigen Tor verspielt. Dort blieb der Milka-Skistar mit dem Körper etwas an der Stange hängen, kam von der Ideallinie ab und verlor im anschließenden Flachstück viel Zeit. Vor dem Finale liegt die Schweizerin nur auf Platz Zwölf. Auch Martina Ertl aus Lenggries kam im oberen Teil der Strecke gar nicht in Schwung, ließ dort viel Zeit liegen und muss nun von Platz 16 aus die Aufholjagd in Angriff nehmen.

Gerg durchwachsen - Riesch auf dem Bauch:
Die beiden anderen DSV-Starterinnen erlebten das Rennen aus unterschiedlichen Perspektiven. Annemarie Gerg konnte nicht für eine positive Überraschung sorgen und blieb im Rahmen der erwarteten Möglichkeiten. Vor dem Finale liegt sie auf Rang 23 - also eher hinten. Von unten - genauer bauchwärts - schaute sich Maria Riesch einen Teil der Strecke an. Nach einem Innenskifehler rutschte sie auf dem Bauch liegend gut 100 Meter ins Tal. Im oberen Streckenabschnitt hatte die junge Deutsche allerdings sehr aussichtsreich im Rennen gelegen.

80 Starterinnen - 16 schon ausgeschieden:
Auch bei den Damen herrschte vor dem WM-Riesenslalom oben am Starthaus rege Betriebsamkeit. Zwar waren am Vortag bei den Herren mit 127 Startern deutlich mehr Aktive gemeldet gewesen, aber auch das 80-Köpfe zählende Damenfeld ist im Vergleich zu normalen Weltcupveranstaltungen schon gigantisch. Fahrerinnen selbst aus Brasilien nahmen am ersten Durchgang teil. Gleich 16 hatte es allerdings schon vorzeitig erwischt - sie schieden aus. Darunter auch so bekannte Namen wie Alexandra Meissnitzer und Maria Jose Rienda-Contreras.