Der Riesenslalom birgt Kurioses in sich. 127 Athleten als Vetreter aller Herren Länder, beispielsweise Algerien (ALG), Israel (ISR), Kuwait (KUW), Libanon (LIB), Mexiko (MEX), und Südafrika (RSA). Hubertus von Hohenlohe (MEX), 43 Jahre alt und wohlbekannter (Party-) Prinz trainierte zusammen mit Michael Shnaps (RSA) und Leyti Seck (SEN) - mit entsprechender Staatsbürgerschaft startet es sich auch im hohen Alter noch inlands-konkurrenzlos (siehe den oben genannten Prinzen). Und Warum? Weil's Spaß macht!

Heimatfremd?
Vater Senegalese, Mutter Österreicherin: Der 22-jährige Leyti Seck geht zwar für den afrikanischen Senegal an den Start, war aber noch niemals in seiner 'Heimat' gewesen ...

Schneefremd?
... Im Gegensatz zu den Senegalesen, die auf Wunsch von Leytis Teamkollegen und Prinzen-Spezi Lamine Gueye (war ebenfalls beim WM-Riesenslalom am Start) ab 2006 im Weltcup und bei Olympia fahren s(w)ollen. Guye hat bereits eine Truppe von 4 schneefremden Afrikanern zusammengestellt. Diese haben zwar noch niemals in ihrem Leben Schnee gesehen, bringen aber nach Ansicht des sporadischen Läufers das nötige 'feeling' mit.

Unglaublich:
"Sie kommen aus einem Fischerdorf, wo sie in engen Motorbooten, stehend angeln. Da müssen sie genau jenes Gleichgewichtsgefühl haben, das auch beim Skilauf verlangt wird. [...] Manchmal stehen sie stundenlang im Wasser - also wissen sie, was kalte Füße sind," wirbt Guye für seine Schützlinge. Bis zu den olympischen Spielen 2006 in Turin (ITA) sind sie startklar für ein Projekt, das an das der früheren jamaikanischen Bobmannschaft erinnert. Kurios - Hauptsache Gaudi!