Alberto Tomba, italienischer Ex-Skistar, seit neuestem auch als simpler Passfälscher in den Schlagzeilen (siehe WM-Splitter 'Pfui, Alberto'), will diese Vorwürfe nicht unkommentiert auf sich sitzen lassen. Nachdem er kurzfristig von seinem Posten als Repräsentant der Olympischen Spiele 2006 in Turin (ITA) suspendiert wurde, hier nun seine öffentliche Entschuldigung - vielleicht lindern seine Worte den Schmerz seiner Fans:

Pathos:
"Bezüglich der Angelegenheit 'Passaporto' muss ich eingestehen, dass ich einen großen Fehler begangen habe, wie bereits mehrmals gesagt, bedaure ich das immens. Ich bedaure als Mensch, als Italiener, welcher seine Nation im Ausland repräsentiert und als Vorbild für die jüngeren Fans, die immer zu mir aufschauten."

Rechtfertigung?
"Ich habe unter dem Diktat der Panik eine unglaubliche Leichtsinnigkeit begangen, einige unlogische Dinge, allein wenn ich darüber nachdenke, hätte ich mir lieber eine Hand abgehackt. Ich glaube, dass war sowohl eine menschliche Dummheit, als auch eine sträfliche Tat. Einige haben mich als Verbrecher bezichtigt, andere als Dummkopf. In Wirklichkeit scheint mir das eine falsche Sicht zu sein, jedoch kann ich nichts mehr machen als um Entschuldigung zu bitten und für das, was ich getan habe, bezahlen."

Und nun?
Nach diesen (un-) klaren Worten von Alberto ist unser Herz arg gerührt, gell? Und was lernen wir aus soviel 'Einsicht und Tiefsinn'? "Dumm ist, wer dummes tut", würde 'Forest Gump' jetzt sagen. Da hilft auch kein lamentieren im Nachhinein. Oder?

...'Show must go on'?
Alberto ist schon wieder wohlauf (war er jemals wirklich traurig?). Unbekümmert scherzte er in St. Moritz auf einem gemeinsamen Gala-Abend der AIPS (internationale Sportjournalisten-Vereinigung) und der Laureus Organisation als wäre nie etwas vorgefallen. Alberto 'entertainte' die Anwesenden als wäre er der neue Frank 'Saubermann' Sinatra.