Das Feld ist bereitet. Das Testen hat ein Ende. Beim Abschlusstraining auf der Corviglia ging es um die Startreihenfolge - am Samstag ab 12.30 Uhr geht es in St. Moritz um die Abfahrtskrone bei den FIS Alpinen Weltmeisterschaften 2003.

Duftmarke gesetzt:
Bei besten äußeren Bedingungen und strahlendem Sonnenschein fuhren der italienische Altmeister Kristian Ghedina und Didier Cuche (Schweiz) ex equo die Tagesbestzeit von 01:46,96 Minuten. Auf Platz Drei kam Erik Guay. Der kanadische Überraschungsschnellste des zweiten Abfahrtstrainings benötigte 01:47,27 Min. für die 2989 Meter lange Strecke.

Schnelle Strecke:
Die Fahrer hatten mit dem hohen Tempo auf der Strecke zu kämpfen. In den Tagen zuvor verhinderten schlechte Wetterverhältnisse schnellere Abfahrten.

Zimmerduell geht an Cuche:
Zwei Schweizer mussten beim Abschlusstraining in die interne Ausscheidung - besondere Brisanz - die beiden Zimmerkollegen Didier Cuche und Didier Defargo kämpften um den letzten offenen Startplatz im Abfahrtsteam der Gastgeber. Cuche war der eindeutig stärkere Eidgenosse und wird am Samstag für sein Land antreten.

Neuer Startnummern-Modus auch bei der WM:
Im Weltcup ist es schon Gewohnheit - jetzt greift erstmals auch bei einer WM die neue Startnummern-Regelung für die Abfahrtsläufe. Die Trainingsschnellsten - Ghedina und Cuche - werden als 29. und 30. an den Start gehen. Der 30. des Trainings eröffnet die Abfahrt.

Max Rauffer am Tor vorbei:
Die Generalprobe fiel für den DSV-Abfahrer Max Rauffer nicht wunschgemäß aus. Der Mann aus dem Leitzachtal verpasste ein Tor und konnte sich daher nicht über die Zeit einen besseren Startplatz für die Abfahrtsentscheidung am Samstag sichern. Auch Stefan Stankalla hatte mit der Corviglia so seine Probleme. Er wurde schließlich 25.

Zoff im ÖSV-Team:
Der ÖSV hatte sich schon im Vorfeld des Abschlusstrainings für die Festlegung seines Kaders entschieden. Neben dem Weltmeister Hannes Trinkl und den beiden gesetzten Fahrern Stephan Eberharter und Michael Walchhofer werden für Österreich der Abfahrts-Olympiasieger von Salt Lake City, Fritz Strobl, und der Milka-Superstar Hermann Maier antreten. Frustriert haben sich die verprellten Andreas Schifferer und Klaus Kröll gezeigt. Schifferer warf dem ÖSV eine unfaire Auswahl vor und verzichtete im Gegensatz zu Kröll sogar auf die Teilnahme am Abschlusstraining.