Hilde Gerg hat sich geoutet - und zwar als Topfavoritin für die WM-Abfahrt auf der Engiadina-Strecke in St. Moritz. Am Sonntag geht es dort ab 12.30 Uhr um die Vergabe der Medaillen.

Gerg gibt in der Quali-Gas:
Mit Tagesbeszeit (01:36,27 Min.) setzte Hilde Gerg aus Lenggries bei herrlichem Winterwetter ein klares Ausrufezeichen hinter ihre derzeitige Form und warf den Konkurrentinnen um Abfahrts-Gold den Federhandschuh hin. Hinter Gerg belegten Monika Dumermuth aus der Schweiz (01:36,34 Min.) und Melanie Turgeon (Kanada/01:36,45 Min.) die weiteren Ränge.

Startnummern-Poker:
Die Mitfavoritinnen pokerten indes um eine gute Startnummer. Sowohl die amtierende Abfahrts-Weltmeisterin Michaela Dorfmeister, als auch Renate Götschl (beide Österreich) fuhren mit angezogener Handbremse. Auch die gemeinsamen Führenden der Abfahrts-Weltcup-Wertung hielten sich noch bedeckt; weder Carole Montillet (FRA) noch Kirsten Clark (USA) legten die Karten auf den Tisch.

Neuer Startnummern-Modus auch bei der WM:
Im Weltcup ist es schon Gewohnheit - jetzt greift erstmals auch bei einer WM die neue Startnummern-Regelung für die Afahrtsläufe. Die Trainingsschnellste - Hilde Gerg - wird als 30. an den Start gehen. Die 30. des Trainings eröffnet die Abfahrt.

Martina Ertl verzichtet:
Martina Ertl aus Lenggries hatte schon vor dem Quali-Training auf einen Start im Training und bei der Afahrtsentscheidung verzichtet. Nach einem Gespräch mit den Trainern will sich die Kombinations-Weltmeisterin ganz auf die Titelverteidigung, die am kommenden Montag ansteht, konzentrieren. Damit lösten die DSV-Trainer ihr Nominierungsproblem auf galante Weise.

Das Team steht fest:
Neben Hilde Gerg werden Regina Häusl und die beiden Nachwuchsfahrerinnen Isabelle Huber und Maria Riesch für den DSV an den Start gehen.