Die ÖSV-wer-ist-dabei-der-Trainer-entscheidet-Diskussion zieht immer weitere Kreise. Einige Athleten aus dem österreichischen Kader (Andreas Schifferer, Josef Strobl, ...) überlegen ernsthaft, diesem Nominierungs-Hickhack durch einen Verbandswechsel (Deutschland???) zukünftig zu entgehen. Jawoll, zeigt's denen!

Die Schlacht geht weiter:
Öffentlich machen die Beteiligten ihrem Ärger Luft - Schifferer sprach gar von "Maier-Lobby" im österreichischen Ski-Verband, denn der 'berühmte' Mann und alleiniger (???) Zuschauerliebling ist für die Samstagsabfahrt natürlich gesetzt, Schifferer nicht. Warum? Sind die Fans an allem Schuld? Hermann Maier als Publikumsmagnet 'muss' fahren (sonst würde die WM ja keine Katze hinter'm Ofen hervorholen, oder?), ist doch klar.

"Arme Socke!"
"Das hat mir persönlich schon ein wenig wehgetan", sagt ein trauriger Maier zu den Vorwürfen von Schifferer. Letzterer hat bereits den Ort verlassen, will das weitere WM-Geschehen lieber vom heimischen Fernseher aus beobachten. Wenn es nach uns ginge, kann Schifferer eigentlich gleich weiter durchfahren - nach Deutschland, seiner neuen Heimat?!

Einer sträubt sich:
Kilian Albrecht bezieht Stellung zu den Gerüchten, dass auch er, nachdem ihn der ÖSV nicht zur WM in St. Moritz (SUI) mitgenommen hat, zum DSV wechseln wolle: "Vermutlich bin ich der einzige der Top 25 der aktuellen Slalom-Startliste der dort nicht am Start sein wird, was sehr unverständlich ist." Natürlich sei das enttäuschend, zudem drehe sich für die Athleten nicht alles allein um die Rennteilnahme. "Dabei geht es auch um Prämien und Verträge und um ziemlich viel Geld, das so verloren geht", verweist Kilian. Der Slalomspezialist lenkt seinen Blick auf die kommenden Weltcuprennen in Yongpyong (KOR) und Shiga Kogen (JPN) und möchte vorerst nicht über einen Verbandswechsel spekulieren.

Bitte, Kilian!
Indessen haben wir unseren Fokus noch nicht verlassen: Lieber Kilian, komm doch bitte nach Deutschland, sträub dich doch nicht so (du bist doch kein 'Mädchen', oder). Ein "Nein" werden wir strikt nicht akzeptieren ...


Deutsche im Einklang:
Harmonie ist, was die Österreicher bei uns im DSV erwartet. Siehe nur die Damen: Martina Ertl entscheidet sich selbstlos gegen eine eigene Teilnahme an der Abfahrt und für den Nachwuchs. Am Sonntag starten somit Hilde Gerg, Regina Häusl und die jüngeren Mädels Isabelle Huber und Maria Riesch zur Engadina-Abfahrt. Hier fließt kein böses Blut, zufriedene Gesichter allüberall ... himmlisch!