Erstmals wird in der Saison 2002/2003 eine offizielle Weltcuptour im SkierCross (SX oder auch Skier-X) von der FIS durchgeführt. Zudem kursieren Gerüchte, dass die neue Skidisziplinauch olympisch werden soll.

Die Freeskiing-Disziplinen:
Im Bereich des Freeskiing wird zwischen vier Disziplinen unterschieden: SkierCross, Big Air, Halfpipe und Quarterpipe sowie Slopestyle.

SkierCross:
SkierCross ist die Disziplin des Freeskiing, die gewisse Ähnlichkeiten mit alpinen Rennen aufweist. Gleichzeitig starten drei bis sechs, meistens aber vier Freeskier in einen künstlichen Parcour mit Steilkurven, Wellen, Schanzen und Sprüngen. In der Regel qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten für die nächste Runde, die Langsameren scheiden aus. So geht es im Ausscheidungsverfahren weiter, bis zum Schluss im Finale der Gewinner als Schnellster ermittelt wird. Mittlerweile bestehen erste Rennserien rund um den Globus. Auch werden inzwischen einige Offpist-SkierX-Events veranstaltet - im freien Gelände als eine Mischung aus Freeride und normalem SkierX.

Contest:
Bei Wettkämpfen beinhaltet die Strecke eine Vielzahl von Hindernissen (Wellen, Steilwandkurven, Sprünge), welche die Wettkämpfer auf schnellstem Weg bewältigen müssen. Körperkontakt ist dabei nicht gestattet und wird bei groben Verstößen geahndet. In die Bewertung fließt ausschließlich die Zeit im Ziel. Eine Variante des SkierX ist der "Chinese Downhill", ein Rennen der besonderen Art: Im Massenstart geht es ohne vorgeschriebene Route, ohne Tore und Zeitnahme durch das offene Gelände bis ins Ziel; es gewinnt, wer zuerst im Ziel ist.

Freestyle, Big Air:
Big Air-Contests sind die Sprung-Wettbewerbe des New School Freestyle. Im Gegensatz zu den Aerials im traditionellen Freestyle geht es beim Big Air nicht um technisch hochwertigste Sprünge - wie Mehrfachsalto mit mehreren Schrauben und perfekter Körperspannung - sondern vor allem um Style und Coolness. Vorwärts oder rückwärts geht es mit Flips, Spins und Grabs über eine Schanze. Besonders die verschiedensten Grabs sind beliebt, um in die unterschiedlichsten Körperpositionen zu gelangen. Die Schanzen sind im Gegensatz zu den Freestyle Aerial Kickern wesentlich flacher, ähnlich dem Snowboard Big Air. Bewertet werden die Sprünge von drei bis fünf Juroren; üblicherweise nach den Kriterien Style, Höhe und Weite nebst Schwierigkeit.

Freestyle, Halfpipe und Quarterpipe:
Neben den reinen Big Air Contests gibt es im Slopestyle auch Halfpipe- und Quarterpipe-Wettkämpfe. Der Grundgedanke bleibt: Coole Sprünge mit möglichst viel Stil in der Halfpipe oder Quarterpipe auszuführen. Der eigenen Kreativität sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Bewertet wird der Lauf auch hier von Kampfrichtern.

Freestyle, Slopestyle:
Slopestyle Contests sind jene Wettbewerbe, bei denen mehrere Einzeldisziplinen kombiniert werden. Beispielweise ein Parcours mit Steilkurven, Big Air-Sprüngen und Quarterpipe. Die Bewertung erfolgt auch hier durch Kampfrichter, wobei es auch Ausscheidungswettkämpfe gibt, bei denen Athlet gegen Athlet fährt und die Zeit eine Rolle spielt. Beim Slopestyle gibt es kein einheitliches Reglement, was aber auch die Philosophie des Freeskiing wiedergibt. Den Veranstaltern sind in der Art und Ausführung der Wettbewerbe nahezu keine Grenzen gesetzt. Spass und Style stehen im Vordergrund. Zur Freude der Athlethen werden immer mehr Wettkämpfe in den verschiedensten Varianten veranstaltet.

Freeride oder Big Mountain:
Die Disziplin Freeride, bei der, wie zu alten Skizeiten, der Start des Rennens der Gipfel, und das Ziel im Tal ist, gilt als Königsdisziplin des Freeskiing. Ein Big Mountain Freeski-Contest findet in freiem, 40 bis 55 Grad steilem, felsdurchsetztem Gelände mit einem Höhenunterschied von etwa 400 bis 600 Metern statt. Dabei sind Start und ein Zielpunkt festgelegt, der Weg dazwischen ist den Athleten überlassen. Innerhalb eines festgesetzten Zeitlimits ist eine möglichst anspruchsvolle Route in aggressiver und flüssiger Fahrweise zu absolvieren.