Die WM-Kombinationsentscheidung der Herren geriet im Finaldurchgang zum spannenden Herzschlag-Finale. Nach der Kombi-Abfahrt am frühen Donnerstagmorgen und den beiden abschließenden Slalomläufen durfte am Ende der US-Amerikaner Bode Miller jubeln. Der Super-G-Vizeweltmeister setzte sich in der Gesamtzeit von 03:18,41 Min. denkbar knapp vor den beiden Norwegern Lasse Kjus (03:18,48 Min.) und Kjetil Andre Aamodt (03:18,54 Min.) durch. Damit ist Aamodt enthront. Der neue Kombi-Weltmeister heißt Bode Miller.

Alles offen vor Final-Durchgang:
Zwar konnte der Norweger Lasse Kjus seine Führung nach der Abfahrt behaupten, doch sein Vorsprung war bereits vor dem Finale stark zusammengeschrumpft - Benjamin Raich (AUT) und Bode Miller (USA) legten sich schon im ersten Slalomlauf mächtig ins Zeug und nahmen sowohl Kjus als auch dessen Landsmann Aamodt viel Zeit ab, sodass Raich und Miller vor der letzten Teilstrecke die besten Aussichten auf den Sieg in der Kombinationswertung hatten. Doch Raich versagten die Nerven, die Norweger wehrten sich nach Kräften und Miller musste bis zur Zieldurchfahrt zittern.

Kombi-Abfahrt in der Gefriertruhe:
Bei eisigen Temperaturen und teilweise schlechten Sichtbedingungen mussten die Kombi-Herren zunächst am Morgen auf die Corviglia-Piste. Dort bewiesen erst einmal die Norweger ihr Können. Auch Benjamin Raich (Österreich) wusste im Speedabschnitt der Kombination zu gefallen. Bode Miller (USA) hingegen erwischte einen schlechten Start in die Kombi und musste mit Rückstand auf den Slalomhang. Sensationell dann seine Aufholjagd.

Nur 'halbe' DSV-Kombinierer:
Auch zwei DSV-Fahrer nahmen an der Abfahrt teil. Max Rauffer und Stefan Stankalla verzichteten indes auf die anschließenden Slalomrennen, sondern nutzten die Kombi-Abfahrt als weiteres Training für die Samstags-Abfahrt.