Das Mekka der Reichen, Schönen und derer, die sich dafür halten, lädt alle Skifans ein, an einem Spektakel der Extraklasse teilzunehmen.

Von Bescheidenheit keine Spur:
Zum zweiten Mal nach 1974 ist St. Moritz Austragungsort der Ski-WM. Und wie es sich für einen mondänen Kurort gehört, ist für Bescheidenheit kein Platz. Die Engadiner sprechen gar vom "Größten Schweizer Sportereignis aller Zeiten".

Der Weg ist das Ziel:
Bereits die Anreise ist ein Erlebnis. Wer nicht mit seinem Privatjet anfliegt, nutzt am Besten von Chur aus die Bahn. In schwindelerregende Höhen, durch einhundertsiebzehn Tunnel und über vierhundertfünfundachtzig Brücken führt den Reisenden die romantische Bahn-Strecke nach St. Moritz im Engadin, dem eigenwilligen Reich in der Schweiz.

Allegra!
Mit "Allegra!", Freude wird der WM-Fan von den Einheimischen auf rätoromanisch begrüßt. Und das hat seinen guten Grund: hier scheint an 322 Tagen im Jahr die Sonne, schneesicheres Skigebiet und langweilig wird's nie . Das ganze Jahr über wartet ein reiches Angebot auf ebensolche Gäste. Das legendäre Pferderennen "White Turf" auf dem zugefrorenen See, sowie Polo-, Golf- und Kricketturniere erfreuen besonders den (Geld-) Adel.

"Darf's ein bisschen Luxus sein?"
In der Fußgängerzone bummeln und abends das neue Designerkleid in einer Luxus-Disco mit der Jumboflasche Champagner ruinieren - wem das Spaß macht, der kommt hier abseits des Renngeschehens ebenso auf seine (Un-) Kosten wie der Schnee-Fan.

Herausgeputzt:
Eigens für die Ski-WM wurde in den vergangenen fünf Jahren allerhand neu gemacht. Bislang galt speziell der Stadtteil St. Moritz-Dorf als Nobeladresse, nun braucht sich selbst St. Moritz-Bad nicht mehr zu schämen. Im "Alpenghetto" wurde gebaut und renoviert, so dass jetzt alles in neuem "goldigen" Glanz erstrahlt.

Wo laufen sie denn?
Die Weltmeisterschaft verteilt sich auf die drei Hauptstandorte Berg (Rennpisten), St. Moritz-Dorf (Siegerehrungen, Rahmenprogramm) und St. Moritz-Bad. Besonders in der verkehrsfreien Dorfmitte werden "Après- und Avant-Ski" wie gewohnt exzessiv zelebriert. Hier wird gefeiert, bis sich Zobel und Angorakanninchen "Gute Nacht" sagen.

"Wo laufen sie denn bloß?"
Touristen, die während der WM im Oberengadin Skilaufen wollen, brauchen keine klaustrophobischen Anfälle zu fürchten. Die Ski-WM beansprucht lediglich 10% des gesamten Pistenangebotes. Rund 300 Kilometer Piste bleiben für die "normalen" Skifahrer übrig.