Am 19. Januar 2003 war endlich die Premiere - mit dem "Hochfellnmandl" gab es erstmals in der deutschen Alpingeschichte eine Deutschen Meisterschaft im Skialpinismus, die am 08. Februar 2003 mit der "Predigtstuhl-Trophy" bei Bad Reichenhall und am 22. März 2003 mit dem schon traditionellen "Dammkar-Rennen" ihre Fortsetzung findet.

Wettkampf-Skibergsteigen ist im Kommen:
Deutschland folgte damit unter der sportlichen Leitung des Deutschen Alpenvereins (DAV) einem internationalen Aufwärtstrend des Wettkampf-Skibergsteigens, der sich seit Ende der 70er Jahre in Frankreich, Italien, Spanien und später auch in der Schweiz, der Slowakei, Andorra, Belgien und Österreich, aber auch in Griechenland, Rumänien, Polen und Tschechien immer deutlicher abzeichnet.

Beste äußere Bedingungen:
Von wunderschönem Wetter begleitet, wurde das Rennen beim Kohlstattwirt in Kohlstatt südlich des Chiemsee bei Bergen gestartet, und die zahlreich vertretenen Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft bekamen die Gelegenheit zu beweisen, dass sie sich in großartiger Form befinden.

Die Strecke - in höchstem Maße anspruchsvoll:
Die anspruchsvolle Strecke führte anfangs einige hundert Höhenmeter über einen sehr eisigen Hang, dessen Steilheit keinen Vergleich mit der des Schattberg-Nordhangs beim bekannten "Mountain Attack Tourenskimarathon" scheuen musste! In der Folge würzten zahlreiche Spitzkehren im alpinen Gelände, Tragepassagen, steile Abfahrten, mehrmaliges Auf und Ab und ein tolles landschaftliches Ambiente den rassigen Parcours über insgesamt 1550 Höhenmeter Aufstieg und 600 Höhenmeter Abfahrt ungemein.

Die Sieger - sehr schnell:
Letztendlich setzte sich der routinierte Franz Grassl aus der Ramsau bei Berchtesgaden durch, der in seiner langen Karriere immer wieder Podestplätze bei internationalen Rennen erreichen konnte und seit vielen Jahren zu Deutschlands Top-Skibergsteigern zählt. Er gewann in der fantastischen Zeit von 01:09 Stunden - souverän vor Martin Echtler (01:11 Std.) und Wolfgang Palzer (01.11 Std.), alle Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft. Bei den Damen gewann die sympathische Traudl Maurer (01:29 Std.) vor Judith Grassl (01:30 Std.); und das nur 36 Stunden nach ihrer gewaltigen Leistung beim Mountain Attack, wo sie 3000 Höhenmeter Aufstieg und ebensoviel Abfahrt absolvierte, um nach 40km im ziel den zweiten Platz zu belegen.

Großre Zufriedenheit:
"Dieser Bewerb war spitze! Die Strecke war anspruchsvoll und alpin und führte durch großartige Felslandschaft" , so der Tenor der Teilnehmer nach der Veranstaltung, und die Österreicher meinten: "Ein vorbildlicher Bewerb! Davon könnten viele Veranstalter bei uns viel lernen!" Die Österreicher von den Deutschen? Bei einem alpinen "Bewerb"? Das hört man doch gerne!