Kalle Palander (01:41.75 Min.), finnischer Slalom-Spezialist, gewinnt den Slalom-Klassiker in Kitzbühel (AUT)und feiert seinen ersten Weltcup-Sieg. Hinter ihm kamen mit Rainer Schönfelder (01:42.06 Min.) und Heinz Schilchegger (01:42.28 Min.) zwei Österreicher auf das Podest, was die Stimmung des zahlreichen Kitzbüheler Publikums durchaus anheizte. Vierter wurde Ivica Kostelic (CRO, 01:42.52 Min.) vor Benjamin Raich (AUT, 01:42.59 Min.).

Dritter im Slalom-Weltcup:
Mit seiner Siegesfahrt beim sechsten Slalom der Saison schiebt sich Kalle Palander (FIN, 278 Punkte) an Manfred Pranger (AUT, 203 Punkte) vorbei auf den dritten Platz des Slalom-Weltcups; Ivica Kostelic (CRO, 428 Punkte) führt in dieser Wertung deutlich vor dem Österreicher Schönfelder (314 Punkte). Bei den noch ausstehenden drei Slalom-Rennen des Weltcups 2002/2003 in Yongpyong (KOR), Shiga Kogen (JPN) und Lillehammer (NOR) - im Anschluss an die WM in St. Moritz - ist diese Disziplinen-Wertung zwar noch nicht entschieden. Doch die beste Ausgangsposition hat ganz klar der Kroate mit seinen über 100 Punkten Vorsprung.

Beachtlich und hervorragend:
Beachtlich ist der sechste Platz von Mitja Kunc (01:42.75 Min.) - der slowenische Altmeister scheint zum Höhepunkt dieser Saison noch einmal zu alter Form aufzulaufen. Sogar hervorragend war der zweite Lauf des jungen Schweizers Silvan Zurbriggen: Der Nachwuchsfahrer riskierte als 26. des ersten Durchganges viel und wurde reich belohnt. In 01:42.97 Minuten fuhr er mit Laufbestzeit noch auf den siebten Rang des Klassements vor.

Viel riskiert und viel verloren:
Das hat der US-Amerikaner Bode Miller: Nach dem ersten Lauf noch aussichtsreicher Dritter, wollte der Führende des Gesamt-Weltcups nicht nur die Kombination gewinnen, sondern auch im Slalom um den Sieg mitfahren - ein Miller taktiert halt nicht; er ging volles Risiko, fuhr voll auf Angriff, und letztendlich an zwei Toren und vielen möglichen Weltcupunkten vorbei. Der Amerikaner stoppte, stieg zurück und kam trotz knapper elf Sekunden Rückstand noch als 27. in die Slalom-Wertung.

Keine Punkte für den DSV:
Weder Markus Eberle noch Alois Vogl gelang die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Eberle (38.) fehlten im ersten Durchgang mit der Startnummer 30 etwa fünf Zehntel Sekunden für das Finale, Vogl scheiterte mit Startnummer 64 noch knapper als 36.