Die fünfte Auflage des "Mountain Attack Tourenskimarathon" im österreichischen Saalbach fand am 17. Januar 2003 bei optimalen Bedingungen statt.

Schönstes Wetter:
Um 16.00 Uhr war am Start ein wolkenloser Himmel über Saalbach (1003m) zu bewundern - knapp eine Dreiviertelstunde später gab es dazu ein herrliches Abendrot über den Kitzbüheler Alpen, als die Führenden den Schattberg Ostgipfel (2018m) erreichten und zum Westgipfel weiterzogen. Nach Einbruch der Dunkelheit gab es angenehme Temperaturen und es herrschte Windstille.

Großes Starterfeld in beiden Läufen:
Über 300 Starter stellten sich den beiden Routen, dem "Marathon" über 40km und 3008 Höhenmeter und der "Tour" über 2035 Höhenmeter und 26km Länge. Wie in den Jahren zuvor war der erste Aufstieg auf der extrem eisigen Piste hoch zum Schattberg Ostgipfel einmal mehr das Kriterium der gesamten Veranstaltung, doch die Athleten ließen sich nicht abschrecken und rasten dem ersten Wendepunkt - manche unter Verwendung von Harscheisen - entgegen.

Schnelle Zeiten:
Im Vergleich zum Vorjahr einmal mehr neues, noch leichteres Material im Skisektor, aber auch bei den Bindungen und den Schuhen, dazu die hervorragende Beleuchtung - inklusive des Vollmondes - und die ausgezeichnet präparierte letzte Abfahrt vom Bärenkogel (1740m) ins Ziel nach Saalbach begünstigten sehr schnelle Zeiten der Athleten.

Österreicher beim "Marathon" vorne:
So gewann der Österreicher Martin Hornegger den Marathon in der neuen Rekordzeit von 02:45 Stunden vor dem Italiener Luciano Fontana (02:48 Std.) und dem Liechtensteiner Oliver Nägele (02:48 Std.). Bei den Damen konnte die Österreicherin Simone Hornegger ihre Rekordzeit aus dem Vorjahr gleich um 17 Minuten auf 03:34 Std. verbessern. Damit distanzierte sie die zweitplatzierte Traudl Maurer aus Deutschland um eine Viertelstunde.

Die Sieger der "Tour":
Die "Tour" gewann der Südtiroler Manfred Wurzer in 01:58 Stunden vor den beiden starken Österreichern Andreas Fischbacher und Peter Oberauer. Bei den Damen siegte Andrea Linauer in 02:58 Std.
Die vollständigen Ergebnisse finden Sie unter: www.mountain-attack.at

Kritische Stimmen:
Zwar ist das alljährliche Aufstellen neuer Rekorde faszinierend und beeindruckend, doch drängt sich gerade bei extremen Leistungssteigerungen, wie sie von einzelnen Teilnehmern in diesem Jahr gezeigt wurden, leider auch ein wenig der Verdacht auf, dass möglicherweise Nahrungsmittel im Grenzbereich zum Doping verwendet worden sein könnten.

Gefahren des Spitzensports:
"Wettkampf-Skibergsteigen ist heute ein Spitzensport wie jeder andere Spitzensport auch. Und bei großen Bewerben geht es auch um nicht unbedeutende Geldsummen. Gerade bei Großveranstaltungen sollten künftig Dopingkontrollen angekündigt und auch durchgeführt werden", meint "Sieg in den Bergen"-Autor Rolf Majcen, der sich nach seinem Buch in Zukunft auch verstärkt im Anti-Doping-Bereich einsetzen möchte: "Das ist für diesen Sport unbedingt notwendig, um bei 'ehrlich erbrachten' hervorragenden Leistungen Spekulationen auszuschließen! Es geht mir nicht um die Überführung von Dopingsündern, sondern darum, dass großartige Sportler nicht dem Verdacht ausgesetzt sein müssen, gedopt zu sein! Hoffentlich scheitert es nicht daran, dass kein Geld zur Finanzierung derartige Kontrollen aufgetrieben werden kann", so Majcen, der selbst bei der "Tour" dabei war und mit der Zeit von 02:12 Stunden Platz 15 belegte.