Markus Eberle hat sich in seiner Weltcup-Karriere auf die technischen Disziplinen konzentriert - seit dem Abgang von Armin Bittner ist der Techniker Deutschlands bester Athlet im Slalom. Der am 02. Februar 1969 in Riezlem geborene Eberle hatte sich kontinuierlich in den Kreis der ersten Startgruppe der Slalomfahrer des Weltcups vorgearbeitet.

Unter den Top 30 etabliert::
Eberle kennt das Gefühl ganz oben auf dem Treppchen zu stehen jedoch nur von FIS- und Europacup-Rennen; dort konnte er im Riesenslalom und im Slalom siegen. In jüngster Zeit plagen den Slalomfahrer aber zusehends Verletzungen, die ein unbeschwertes Fahren nicht immer zulassen.

Deutsche Meistertitel:
1997 errang Eberle die Siege in Slalom und Riesenslalom. Ein Jahr später verteidigte er seinen Erfolg im Slalom, 1999 wurde er erneut nationaler Meister im Riesenslalom-Wettbewerb und verteidigte diesen Titel auch im folgenden Jahr. 2001 schied er bei den Deutschen Meisterschaften in Garmisch-Partenkirchen in beiden technischen Disziplinen aus. Damit endet die Liste seiner nationalen Titel, denn letztes Jahr wurde er im Riesenslalom Dritter und verabschiedete sich vorzeitig aus dem zweiten Slalom-Durchgang.

Gute Tendenz:
In der laufenden Saison punktete der Athlet vom SV Casino Kleinwalsertal dreimal im Slalom: in Sestriere (ITA), Kranjska Gora (SLO) und Bormio (ITA). Beim Slalom in Wengen schied er nach ansprechender Fahrt im ersten Durchgang aus. Dennoch: Davor stehen drei Resultate in Folge - mit aufsteigender Tendenz erreichte Eberle die Plätze 25, 22 und 16. Das ließ zwar für die WM-Wettbewerbe hoffen, allerdings gehört der beste deutsche Slalomfahrer nicht zu den engeren Medaillen-Favoriten.

Steckbrief:
Geboren: 02.02.1969
Nation: Deutschland
Heimatverein: SV Casino Kleinwalsertal
Größe: 182cm
Gewicht: 82kg
Sprachen: deutsch, englisch
Hobbies: Motorrad, Reiten, Autos, Musik

Ausrüster:
Ski: Head
Bindung: Tyrolia
Schuhe: Lange
Helm: Alpina
Anzug: Bogner
Brille: Alpina

Erfolge:
Als Aktiver startet Markus Eberle seit 1975. Erste Weltcuppunkte erreichte er 1991 im italienischen Madonna di Campiglio als 18. im Slalom - gleich bei seinem ersten Weltcupstart. Die beste Weltcup-Platzierung war ein vierter Slalomrang in Park City (USA, 1998). Es folgt ein kurzer Rückblick auf den Karrierespiegel Eberles. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt/SG=Super-G/GS=Riesenslalom/SL=Slalom/KOS=KO-Slalom/K=Kombination.

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SL (ausgeschieden)
1998 in Nagano (JPN): SL (ausgeschieden)/GS (ausgeschieden)

Weltmeisterschaft:
2001 in St. Anton (AUT): SL (14)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA): GS (23), SL (ausgesch.)
1997 in Sestriere (ITA): SL (ausgesch.), GS (ausgesch.)

Weltcup 2002/03:
Shiga Kogen (JPN), SL (19)
Yongpyong (KOR), SL (22)
Bormio (ITA), SL (16)
Kranjska Gora (SLO), SL (21)
Sestrieres (ITA), KOS (25)

Weltcup 2001/02:
Aspen (USA), SL (11)
Aspen (USA), SL (22)
Madonna di Campiglio (ITA), SL (ausgeschieden)
Kranjska Gora (SLO), SL (ausgeschieden)
Adelboden (SUI), SL (11)
Wengen (SUI), DH (ausgeschieden)
Kitzbühel (AUT), SL (ausgeschieden)
Schladming (AUT), SL (17)
Altenmarkt-Zauchensee/Flachau (AUT), SL (ausgeschieden)