Die vorletzte Saison hatte für Max Rauffer beinahe optimal begonnen. Im kanadischen Lake Louise fand der in Kolbermoor am 08.05.1972 geborene Rauffer gleich in der ersten Weltcup-Abfahrt 2000/01 die richtige Linie und landete am Ende auf dem sensationellen 8. Platz. Endlich schien eine verletzungsfreie Zeit vor dem Oberfeldwebel aus Mittenwald zu liegen; gute Ergebnisse waren nach einer ordentlichen Vorbereitungszeit greifbar nahe.

Erneutes Verletzungspech:
Doch dann folgte auf der ersten Trainingsabfahrt in Beaver Creek die Ernüchterung. Ein weiter Sprung - und ein stechender Schmerz im Knie. An ein Auftreten war gar nicht mehr zu denken. Der Rest ist bekannt: OP in München bei Dr. Münch; ein Meniskusschaden setzte Rauffer außer Gefecht.

Platz 10 bei der WM:
Bei der WM in St. Anton zeigte der 94kg schwere Athlet aus dem DSV Abfahrtsteam aber erneut sein Können. Unter schwierigen Bedingungen mit Startnummer 30 ins Rennen gegangen, fuhr Rauffer auf den zehnten Platz vor.

Vorsaison:
In der Saison 2001/02 fuhr Rauffer nur viermal in die Punkte: In Kvitfjell, zweimal in Garmisch und in Val Gardena; die beste Weltcup-Platzierung der Saison war der zwölfte Platz in der Abfahrt im norwegischen Kvitfjell. Seinen achten Platz von Lake Louise aus der Saison 2000/01 konnte der Aktive vom SC Leitzachtal bis heute nicht toppen.

Europacup-Gespenst:
Nachdem die laufende Saison nicht so erfolgreich begonnen hatte, wie sich die Trainer das vorstellten, äußerten sie öffentlich die Überlegung, die deutschen Abfahrer in den Europacup abzustufen. Dieser Schritt wurde schließlich nicht vollzogen, und Rauffer gelang es auch zusehends, sich im weiteren Saisonverlauf unter den ersten 30 im Abfahrts-Klassement zu etablieren.

Steckbrief:
Geboren: 08.05.1972
Nation: Deutschland
Heimatverein: SC Leitzachtal
Größe: 185cm
Gewicht: 94kg
Beruf: Sport-Soldat
Hobbies: Wasserski, Radfahren, Lesen
Internet: www.max-rauffer.de

Ausrüster:
Ski: Atomic
Bindung: Atomic
Schuhe: Atomic
Helm: Uvex
Anzug: Bogner
Brille: Uvex

Erfolge:
Rauffer erreichte seinen ersten Weltcup-Punkt als 30. bei einer Abfahrt in Saalbach Hinterglemm (AUT) 1994. Das Podium erklomm er zuerst 2000 in Kvitfjell (NOR), wo er Dritter in der Abfahrt war. In Bormio bestritt der Speed-Spezialist am 29.12.1993 mit einer Abfahrt sein erstes Weltcuprennen. Es folgt ein kurzer Rückblick auf seinen Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen werden wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, KOS=KO-Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): DH (34), SG (22)

Weltmeisterschaft:
2001 in St. Anton (AUT): DH (10), SG (16)
1996 in Sierra Nevada (SPA): DH (30), SG (24)

Weltcup 2002/03:
Wengen (SUI), DH (12)
Wengen (SUI), DH (20)
Bormio (ITA), DH (18)
Val Gardena (ITA), SG (43)
Val Gardena (ITA), DH (25)
Val d'Isère (FRA), DH (35)
Beaver Creek (USA), SG (29)
Beaver Creek (USA), DH (50)
Lake Louise (CAN), SG (35)
Lake Louise (CAN), DH (40)
Wengen (SUI), DH (12)

Weltcup 2001/02:
Val Gardena (ITA), DH (44)
Val Gardena (ITA), DH (30)
Bormio (ITA), DH (33)
Bormio (ITA), DH (34)
Wengen (SUI), DH (36)
Garmisch-Partenkirchen (GER), SG (17)
Garmisch-Partenkirchen (GER), SG (15)
Kvitfjell (NOR), DH (12)
Kvitfjell (NOR), SG (41)