Nachdem am letzten Wochenende wetterbedingt keine Damen-Weltcuprennen stattfinden konnten, richtete das italienische Cortina d'Ampezzo den ersten Super-G nach der Zwangspause aus: Mit einem Sieg festigte die Französin Carole Montillet ihre Führung in dieser Disziplinen-Wertung.

Top-Athletin der Saison im Super-G:
Montillet erreichte im vierten Super-G der Saison bereits den zweiten Sieg: Beim ersten Rennen dieser Disziplin in Aspen (USA) hatte sie noch den 14. Platz belegt, bei dem in Lake Louise (CAN) im Dezember war sie bereits Dritte, ehe sie eine Woche später die Veranstaltung in Val d'Isère gewann.

Renate Götschl:
Die Österreicherin wurde nach einer souveränen Fahrt, in der sie eine ganz eigene Linie wählte, hinter Montillet Zweite. Die Athletin vom Ski Club Weisskirchen scheint schon wieder in bestechender Form.

Hilde Gerg:
Die "Stehauffrau" des DSV bekam von ihren Konkurrentinnen im Ziel viel Lob und Zuspruch für ihre Leistung. Gerg meint, ihr sei der Ausfall des letzten Rennwochenendes im Hinblick auf ihre Genesung sehr entgegen gekommen; so konnte sie auch nach ihrem Kreuzbandriss und sechs Wochen Super-G-Pause auf den hervorragenden dritten Platz vorfahren.

WM-Ausblick:
Hilde Gerg freut sich, überhaupt bei der WM starten zu können: "Dafür habe ich den ganzen Sommer über gearbeitet." Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden sieht die Lenggrieserin eher im Super-G als in der Abfahrt: "Die Ski sind im Super-G kürzer - entsprechend ist die Belastung meines Knies geringer."

Martina Ertl:
Über die Saison gesehen fuhr die Lenggrieserin mit Rang 18 ihr schlechtestes Super-G Ergebnis ein: Bisher hatte sie die Positionen Zwei, Acht und 17 erreicht. Ihre Fahrt in Cortina war allerdings auch nicht optimal: Sie fuhr zu spitz an die Tore und hätte durchaus eine bessere Zeit erreichen können. Und wir halten fest: Lediglich in Semmering (AUT) schied Ertl im zweiten Slalom-Durchgang aus - sonst punktete sie in allen Weltcup-Rennen, in denen sie in dieser Saison am Start war. Respekt.

Maria Riesch:
Die erst 18-jährige vom SC Patenkirchen erreichte einmal mehr nicht das Ziel. Dennoch bot sie eine kompakte Fahrt, lag bis zum Ausscheiden gut in der Zeit und verpasste das entscheidende Tor nur, weil sie eine Bodenwelle übersah, die sie aushob, und Riesch so zu weit nach unten abgetragen wurde, dass sie am Tor vorbei fuhr.

Isabelle Huber:
Die Nachwuchsfahrerin blieb deutlich unter ihren Möglichkeiten und erreichte den 43. Platz.

Petra Haltmayr:
Petra Haltmayr war - wie immer - im Training gut gefahren, sogar im Bereich von Hilde Gerg. Vor der Aufgabe aber, das im Rennen umzusetzen, versagten ihr einaml mehr die Nerven. Allerdings hatte sie als erste Starterinnen auch die Linie zu setzen, was meist Zeit kostet - am Ende Rang 45.