Der Slalom der Herren im italienischen Bormio fand bei niedrigen Temperaturen und schönsten äußeren Bedingungen statt, die für alle Fahrer gleich waren.

Wieder Ivica Kostelic:
Nach seinem überzeugenden Sieg in Kranjska Gora gewann der Kroate auch den Slalom von Bormio klar vor Bode Miller (USA) und Hans-Petter Buraas (NOR). Kostelic hat damit den dritten Saisonsieg eingefahren. Seine Fahrweise: sehr ruhig im Oberkörper und erfolgreich.

Bode Miller:
Der Amerikaner holt sich mit dem zweiten Rang die Führung im Gesamt-Weltcup von Stephan Eberharter zurück. Bis dato war Miller in dieser Saison im Slalom ohne Punkte geblieben - das könnte zum einen mit seinem vor der Saison vollzogenen Materialwechsel zusammenhängen. Auf der anderen Seite lag der Kandidat für die große Kristallkugel in den bisherigen Slaloms wiederholt in aussichtsreichen Positionen, ehe er ausschied.

Hans-Petter Buraas:
Der Norweger fuhr auf die dritte Position und scheint seine Leistungen im Slalom zusehends zu stabilisieren. Buraas hat sich unter den ersten Zehn der Disziplinen-Wertung festgebissen.

Die Österreicher:
Manfred Pranger war am Sonntag der Beste des ÖSV auf Platz Vier. Benjamin Raich wurde Sechster, Rainer Schönfelder hinter ihm Siebter - die drei untermauern damit ihre hervorragenden Platzierungen unter den Top Fünf des Slalom-Weltcups. Kilian Albrecht auf Rang Zwölf zeigt aufsteigende Tendenz.

Kalle Palander:
Der Weltmeister von Vail 1999 wurde Fünfter - im Verlauf der Woche hatte er ein Spezial-Einzeltraining für den Slalom absolviert, offenbar mit Erfolg.

Jean-Pierre Vidal:
Der Franzose ist einer der beständigsten Fahrer der Saison. Mit ihm ist in diesem Winter zu rechnen, doch diesmal schied Vidal aus und er verliert Boden im Kampf um die Slalom Kugel.

Markus Eberle:
Markus Eberle aus dem Kleinwalsertal war zuletzt im Training sehr stark. Trotz eines kurzen Schneekontakts mit der Hand lieferte er eine starke Vorstellung und erreichte Rang 15 im ersten Lauf. Er konnte diese Leistung im Final-Durchgang bestätigen und erreichte schließlich Position 16. In dieser Saison war er damit das dritte Mal unter den Top 30.

Andreas Ertl:
Andreas Ertl verpasste bereits zum dritten Mal den entscheidenden Durchgang sehr knapp als 32.

Klare Dominanz:
Unter den Top Ten nach dem 1. Durchgang lagen acht der ersten Zehn des Slalom-Weltcups: Sie scheinen derzeit einfach die Stärksten in dieser Disziplin zu sein, das deutete sich bereits beim Slalom in Kranjska Gora (SLO) an. Auch dort standen ihre Namen ganz oben in der Siegerliste: Kostelic, Schönfelder, Vidal, Palander, Pranger, Raich, Buraas, Grandi, Walchhofer, Seer, Rocca, Knight und, wenn er durchkommt, auch Miller.