Der letzte Riesenslalom des Jahres 2002 geht an die Südtirolerin Karen Putzer, die am Zauberberg auf dem Semmering in der Gesamtzeit von 2:11,10 Min. die Oberhand behielt und die Kroatin Janica Kostelic (2:11,47 Min.) auf den zweiten Platz verwies. Zeitgleich auf dem geteilten dritten Platz landeten in (2:11,79 Min.) der ÖSV-Nachwuchsstar Nicole Hosp und Denise Karbon aus Italien.
Riesenslalom-Weltmeisterin Sonja Nef (Schweiz) musste sich am Ende mit Platz Sechs zufrieden geben. Der Milka-Skistar lag nach dem ersten Durchgang noch aussichtsreich auf Platz Fünf.

Ertl trotz Fehler auf Rang 13:
Martina Ertl zeigte im Final-Durchgang eine gute Leistung. Doch zwei Fahrfehler verhinderten einen Platz unter den Top-Ten. Teamkollegin Annemarie Gerg war als 30. gerade noch ins Finale gerutscht. Am Ende belegte sie Rang 29.

Junge DSV-Truppe bezahlt Lehrgeld:
Der Riesenslalom bleibt weiter die Problem-Disziplin im DSV-Damen-Skisport. Cheftrainer Wolfgang Maier hat jedoch den einzig richtigen Weg eingeschlagen und mit Maria Riesch, Kathrin Hölzl und Alexandra Kolier gleich drei blutjunge Athletinnen ins Weltcup-Geschehen geworfen. Die junge Garde musste am Semmering jedoch weiteres Lehrgeld bezahlen. Unerfahrenheit und Fahrfehler bescherten dem DSV-Nachwuchs die Plätze 58 (Kolier), 62 (Hölzl) und 63 (Riesch). Nun braucht der DSV Geduld, bringt sie wohl auch auf. In zwei Jahren hofft man beim DSV dann die Früchte ernten zu können.

Erfolgreicher Kampf gegen die Absage:
Die verantwortlichen Organisatoren haben ein Wunder vor den Toren von Wien vollbracht. Trotz der warmen Temperaturen gelang es den Machern am 'Zauberberg', dass sie eine weltcuptaugliche Piste erhalten konnten. Ein Heer von Freiwilligen arbeitete noch in der Nacht vor dem Rennen fieberhaft an der Präparierung der Strecke.

Rennen in zwei Bundesländern:
Die Panorama-Piste bietet ein Schmankerl am Rande. Der Start in 1350 Metern Höhe erfolgt von Niederösterreich aus, das Ziel in 1025 Metern liegt indes in der Steiermark.

Semmering - das Kitzbühel im Damen-Skisport:
Gut 20.000 Zuschauer fanden zum Final-Durchgang den Weg an die Piste und sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Das Konzept, die Veranstaltungen an die Großstädte heranzutragen, geht vor den Toren der österreichischen Hauptstadt voll auf.