Knapp zwei Wochen nach ihrem "isolierten Riss des vorderen Kreuzbandes" (Mannschaftsarzt Dr. Ernst-Otto Münch) im linken Knie konnte die Lenggrieserin mit dem Training auf der Piste beginnen. Sie absolvierte erste Testfahrten im österreichischen Altenmarkt.

Rechtzeitiges Comeback vor der WM wahrscheinlich:
Trotz ihrer schweren Verletzung steht Hilde Gerg nach einigen Tagen der Rehabilitation in Traunreut bereits wieder auf Skiern. Ihr Wunsch, im Januar in den Weltcup zurückzukehren, um die nötige Rennhärte vor der Weltmeisterschaft (1. bis 16. Februar 2003 in St. Moritz) zu bekommen, könnte sich erfüllen.

Wie von den betreuenden Ärzten prognostiziert:
Die Mediziner hatten gleich Grund zur Hoffnung gegeben, denn nur das Kreuzband sei gerissen, und nicht weitere Bänder in Mitleidenschaft gezogen worden: "Ihre Muskulatur ist so gut, dass Hilde Gerg die Voraussetzungen für eine weitere Teilnahme an der Weltcup-Saison hat", so Jürgen Winter, Orthopäde in der Traunreuter Klinik.

Das Knie ist reizfrei:
Die zweifache Weltcup-Siegerin dieser Saison hat zur Zeit keine Beschwerden mehr. Dazu ihr Ehemann Woflgang Grassl:
"Das Knie ist reizfrei". Insofern sei es sinnvoll, wieder "in den Schnee zu gehen". Die 27-Jährige und ihre Betreuer ziehen sogar einen Start beim Training für die Weltcup-Abfahrt in Lenzerheide in Erwägung. Ralph Eder, Pressesprecher des Deutschen Skiverbandes (DSV), schließt einen Start beim Rennen selbst aber aus.

Die Weltcup-Rennen in Innsbruck (11./12. Januar):
Sollte das Knie der 16-fachen Weltcup-Siegerin stabil und beschwerdefrei bleiben, ist damit zu rechnen, dass sie in Innsbruck wieder ihre ersten Weltcup-Rennen fährt (Abfahrt und Super-G) und schließlich bei der Weltmeisterschaft teilnehmen wird. Bei der WM 2001 holte Hilde Gerg ein Jahr nach ihrem Beinbruch Bronze im Super-G. Alles Gute.