Der Super-G der Damen in Val d'Isère war anspruchsvoll und von vielen Stürzen und Ausfällen gekennzeichnet. Carole Montillet indes nutzte ihren Heimvorteil. Die Französin gewann in der Zeit von 01:07,46 Min. vor der Italienerin Daniela Ceccarelli (01:07,69 Min.) und der Weltcup-Gesamtsiegerin Michaela Dorfmeister (01:07,74 Min.). Renate Götschl (Österreich) und Fraenzi Aufdenblatten (Schweiz/ Startnummer 45!) konnten mit guten Fahrten überzeugen und belegten die Plätze Vier und Fünf.

Schwieriges Rennen:
Der ehemalige Weltmeister und Olympiasieger Markus Wasmeier führte die wechselnden Sichtverhältnisse und Linienprobleme an, um die hohe Ausfallquote und Schwierigkeiten der Fahrerinnen in diesem Super-G zu erklären. Gerade nach einem hoch beschleunigenden Steilhang hatten viele Starterinnen Probleme in einer anschließenden Kompression.

Schwerer Sturz von Patrizia Bassis:
An genau dieser Stelle verlor die 29-jährige Italienerin die Kontrolle über ihre Ski und raste mit hoher Geschwindigkeit in die Fangzäune, die den Sturz abfingen - die Athletin brach sich dabei den siebenten Rückenwirbel und musste vor Ort reanimiert werden.

Glück im Unglück:
Für Patrizia Bassis besteht nach Auskunft der Ärzte keine Lähmungsgefahr - allerdings entging sie einer Querschnittslähmung nur "um Millimeter", so der italienische Teamarzt, und sie erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Das Rennen wurde für eine halbe Stunde unterbrochen.

Häusl prescht auf Rang 13 vor - Ertl nur 17.:
Aus deutscher Sicht war der Super-G kein besonderer Erfolg. Immerhin erreichte Regina Häusl mit der hohen Startnummer 48 nach einem guten Rennen den 13. Platz. Damit ist sie die beste Deutsche - Martina Ertl blieb bei diesem Rennen nicht fehlerfrei und musste sich mit Platz 17 zufrieden geben. Isabelle Huber (Platz 41) konnte diesmal keine Weltcuppunkte sammeln. Petra Haltmayr und die junge Alexandra Kolier (SC Garmisch) kamen nicht ins Ziel.

Start nach unten verlegt:
Wegen befürchteten Schneefalls entschlossen sich die Organisatoren zu einer Verlegung des Starts nach unten. Bei DSV-Teamchef Wolfgang Maier stieß diese Entscheidung auf wenig Verständnis: "Der schönste Teil der Strecke liegt halt im oberen Bereich. Es gab keine wirkliche Begründung für die Entscheidung. Die Qualität des Rennens wurde dadurch leider gemindert."

Letzter Super-G in Val d'Isère:
Weitere Super-G werden, so ein Beschluss der FIS, in Val d'Isère nicht ausgetragen, weil die Piste insgesamt zu eng und somit zu gefährlich sei.