Damen-Downhill in Lake Louise die Zweite! Binnen 24 Stunden mussten die Speed-Ladies zum zweiten Mal den Kampf mit der Men's Olympic Downhill-Strecke im kanadischen Bundesstaat Alberta aufnehmen.

Starke Montillet in Lake Louise:
Für Carole Montillet eine gelungene Neuauflage, denn die Französin gewann nach Platz Zwei am Vortag das erneute Kräftemessen mit der Konkurrenz klar in der Zeit von 01:33,89 Min. Der zweite Platz ging an Corinne Rey-Bellet aus der Schweiz (01:34,63 Min.) vor der Österreicherin Renate Götschl (01:35,17 Min.), die damit bei ihrem Comeback-Wochenende direkt wieder auf das Stockerl vorfahren konnte. Für das gute ÖSV-Abschneiden sorgte Gesamt-Weltcupsiegerin Michaela Dorfmeister mit ihrem vierten Platz.

DSV-Mädels nur im Mittelfeld - Gerg ausgeschieden:
Die DSV-Girls konnten das tolle Ergebnis vom Freitag nicht wiederholen. Hilde Gerg, bei der ersten Abfahrt noch gefeierte Siegerin, schied bereits nach der ersten Zwischenzeit aus und vereltzte sich schwer. Martina Ertl stürzte kurz vor dem Ziel beinahe noch, konnte sich aber auf den Skiern halten und belegte nach dem achten Rang am Freitag nun den 17. Platz.

Saison für Gerg vorbei - Kreuzbandriss:
Für Hilde Gerg folgte die deprimierende Diagnose nur wenig später bei der Untersuchung des linken Knies - Kreuzbandriss. Damit ist der WM-Winter für den DSV-Star beendet. Gerg hatte eigentlich nach Abschluss der Saison das Karriere-Ende geplant. Dies wäre kein schöner Abgang von der Skibühne; bleibt die Hoffnung auf ein Comeback.

Riesch sprang in die Bresche:
Dafür sprang Junioren-Weltmeisterin Maria Riesch in die Bresche. Nach einer bislang verkorksten Nordamerika-Tournee mit vielen Stürzen gelang der Schülerin die beste DSV-Leistung. Sie wurde am Ende Elfte. Auch Regina Häusl zeigte mit Rang Zwölf weiter aufsteigende Tendenz. Isabelle Huber wusste nach Rang 14 am Vortag mit Platz 16 erneut zu überzeugen. Bei Petra Haltmayr aus Rettenberg lief es auch im zweiten Abfahrtslauf nicht gut. Sie blieb erneut ohne Weltcuppunkte (Platz 33) und kann in Lake Louise 2002 nur von ihren Siegen in den vergangenen zwei Jahren träumen.

Sonne am Start - Nebel im Tal:
Bei der ersten Abfahrt gab es in Lake Louise sehr gute Bedingungen, strahlender Sonnenschein und eine perfekt präperierte Piste. Temperaturen von minus 10 Grad, die für diesen Weltcuport beinahe typisch und fast mild sind.
Nebel zeigte sich im Tal des kanadischen Naturschutzgebietes dann am zweiten Renntag. Am Start gab es indes wiederum Sonnenschein pur bei erneut um die 10 Grad minus.