Abfahrts-Premiere bei den Weltcup-Damen im WM-Winter 2002/2003. Auf der Men's Olympic Downhill-Strecke erwies sich Hilde Gerg aus Lenggries als die schnellste Athletin. Die Deutsche gewann bei strahlendem Sonnenschein in der Zeit von 01:33,72 Min. vor der Trainingsschnellsten Carole Montillet aus Frankreich (01:33,92 Min.) und den beiden US-Fahrerinnen Kirsten Clark (01:34,05 Min.) und Caroline Lalive (01:34,17 Min.).

Hilde Gerg in Siegerlaune:
Die wilde Hilde ist in den USA völlig außer Rand und Band. Eine Woche nach dem Sieg im Super-G von Aspen ist die Deutsche jetzt auch in Kanada der Konkurrenz davon gefahren. Coaches Corner, Steilhang, Gleitstück, dem Völkl-Girl gelingt einfach alles.

Gelungenes Götschl-Comeback:
Gut acht Monate nach ihrem schweren Sturz in der Lenzerheide (Schweiz) kehrte die Speedqueen aus der Steiermark mit einer sehr guten Leistung (Platz 7) in den Skizirkus zurück. Renate Götschl hatte offenbar in der Vorbereitung für ihr Comeback die nötige Geduld mit dem verletzten Knie aufgebracht und präsentierte sich dem Publikum in hervorragender Verfassung. Das ÖSV-Team zeigte insgesamt eine gute Leistung, allerdings reichte es nicht zum Sprung auf das Stockerl. Alexandra Meissnitzer wurde als beste Österreicherin Fünfte.

DSV-Girls sammeln fleißig Weltcuppunkte:
Bei den DSV-Mädels stimmt momentan die Richtung. Hilde Gerg präsentiert sich in einer blendenden Form, Martina Ertl (Platz 8) punktet mit großer Beständigkeit quer durch alle Disziplinen und auch Isabelle Huber (14.) und Regina Häusl (17.) enttäuschten nicht. Einzig Petra Haltmayr (40.) ist überhaupt nicht in Form und musste auf ihrer Lieblingsstrecke (zwei Weltcupsiege) eine bittere Niederlage einstecken. Sibylle Brauner, die vor knapp zwei Wochen in Beaver Creek im Training gestürzt war, verzichtete auf einen Start.

Maria Riesch erneut im Pech:
Für Maria Riesch kommt es derzeit 'knüppeldick'. Nach tollem Abschlusstraining (Rang neun) musste sich die Junioren-Weltmeisterin im Wettkampf erneut vorzeitig der Piste geschlagen geben. Auf ihrer ersten Nordamerika-Tournee zahlt sie mit ihren permanenten Ausfällen viel Lehrgeld.

Die neue Startregelung:
Die neue Regel besagt, dass die ersten 30 des letzten Trainings in umgekehrter Reihenfolge starten. Ab dem 31. Platz gilt dies nicht mehr. Daher ging die Französin Carole Montillet, die Trainingsschnellste beim Abschluss-Training war, mit Startnummer 30 ins Rennen. Die Österreicherin Christine Sponring hatte indes als Trainings-Dreißigste die Abfahrt zuvor eröffnet.

Isolde Kostner nicht am Start:
Ein schwerer Sturz der Italienerin Isolde Kostner überschattete das 2. Training zur Abfahrt. Kostner musste mit dem Rettungs-Hubschrauber in die Klinik gebracht werden. Die Ärzte diagnostizierten bei der Olympia-Zweiten von 2002 eine schwere Gehirnerschütterung und Verletzungen an Nacken und Schulter.