Ski2b: Du bist in das Riesenslalom-Rennen mit einer hohen Startnummer gegangen und auf den elften Platz vorgefahren. Bist du zufrieden mit deiner Leistung und wie bewertest du das Rennen?
Martina Ertl: Mit meinem Ergebnis im Riesenslalom von Park City bin ich sehr zufrieden, speziell im zweiten Durchgang hab ich noch mehr riskiert und trotz eines Fehlers noch einige Plätze gut machen können. Der 11. Platz bedeutet mir viel, da ich seit mehr als eineinhalb Jahren im Riesenslalom nicht mehr so gut platziert war.

Ski2b: Am Sonntag sprang dann für dich erneut der elfte Rang heraus ...
Martina: ... Ja, im Slalom war der erste Lauf o.k., trotz des Fehlers vorm Ziel hab ich mich noch durchgekämpft. Im zweiten Durchgang konnte ich mich leider nicht mehr verbessern. Dort hab ich im flachen Teil der Strecke zu viel verloren. Trotzdem bin ich auch dort froh, ein Ergebnis unter den Top 15 zu haben.

Ski2b: Die Rennen fanden wieder auf Kunstschnee statt. Wie hat sich das auf dein Ergebnis ausgewirkt?
Martina: Der Kunstschnee war in Park City weit aus nicht so aggressiv, wie beim Training, oder bei den Nor-Am Rennen in Colorado. Es war sehr warm, also schon fast Frühjahrsrennen, der Schnee war deshalb eher weich.

Ski2b: Der Wechsel deiner Skimarke (jetzt Rossignol) scheint sich positiv auszuwirken. Wie kommst du mit deinen neuen Ski zurecht?
Martina: Mit meinem neuen Material kann ich in allen Disziplinen beim Training gut fahren. Ich bin sehr zufrieden damit und nun auch nach längerer Zeit endlich wieder im Riesenslalom bei den Leuten.

Ski2b: Insgesamt läuft dein USA-Aufenthalt gut - zweimal Platz zwei in der NORAM-Serie und jetzt im Weltcup soweit vorgefahren. Das müsste dir doch Selbstvertrauen für die kommenden Rennen geben?
Martina: Insgesamt bin ich mit den Resultaten hier in Amerika recht zufrieden, die Nor-Am Rennen sind ziemlich gut gelaufen. Die konnte ich als gutes Training für den Weltcup nutzen. Mit dem Ergebnis im Riesenslalom bin ich auch sehr zufrieden. Mein Ziel ist es, dort gut zu punkten, um bald wieder mit einer besseren Nummer an den Start gehen zu können. Für die nun anstehenden Rennen gibt es eigentlich nur eins, alles geben und immer voll angreifen.
Ich bin optimistisch. Auch im Super-G und in der Abfahrt lass ich mich überraschen.