Der erste Weltcup-Spezial-Slalom des WM-Winters 2002/2003 liegt hinter den Damen. Die stärkste Vorstellung auf dem Olympia-Hang von Park City zeigte Janica Kostelic aus Kroatien. Die dreifache Olympiasiegerin von Salt Lake City 2002 dominierte das Rennen, legte im ersten Durchgang einen Traumlauf hin und schaukelte den Sieg in der Gesamtzeit von 01:39,61 Min. im Finale dann souverän nach Hause. Zweite wurde die Französin Christel Pascal-Saioni (01:40,31 Min.) vor Sabine Egger aus Österreich (01:40,75 Min.), der, genau wie ihrer Landsfrau Marlies Schild (Platz 5), ein hervorragender zweiter Durchgang gelang. Mit Laure Pequegnot (Platz 4) schaffte eine weitere Französin den Sprung unter die Top-Five.

Erfahrung hat im Slalom Vorfahrt:
Schon bei den Vorbereitungsrennen in Amerika (zwei FIS-Slalom-Rennen) hatten sich Janica Kostelic, Laure Pequegnot und auch Martina Ertl in sehr guter Form präsentiert. Allgemein bewies der erste Weltcup-Slalom der Saison, dass in dieser technisch anspruchsvollen Disziplin Routine und Erfahrung bestimmende Elemente auf dem Weg zu Bestzeiten sind. Die 'alten Hasen' haben sich im Kampf um den Sieg gegen die 'Newcomer' durchgesetzt. Die Top-Athletinnen der letzten Jahre teilen zumindest an der Spitze die Weltcup-Punkte zunächst unter sich auf.

DSV-Girls im Slalom auf gutem Weg:
Geschlossene Team-Leistung ohne Spitzenergebnis. So lautet das Fazit der DSV-Mädels nach dem Slalom-Rennen. Martina Ertl hatte bereits im ersten Durchgang (da Platz 9) Pech, als sie an ein Tor geriet und im Ziel den Daumen kühlen musste. Im Finale fightete die Kombinations-Weltmeisterin, doch es wurde in 01:41,60 Min. 'nur' der elfte Platz.
Für Monika Bergmann, die zunächst auf Platz 8 bestplatzierte Deutsche, lief es im Finale ebenfalls nicht optimal. 01:41,73 Min. bedeuteten für sie im Endergebnis immerhin Platz 13.
Annemarie Gerg hatte sich mit Platz 14 zunächst eine gute Ausgangsposition für den zweiten Durchgang erarbeitet. Im Finale riskierte sie im Steilstück viel, konnte sich jedoch nicht verbessern und belegte in der Zeit von 01:41,75 Min. schließlich den 15. Rang.

Maria Riesch in der 'Weltcup-Lehre':
Deutschlands 17-jährige Junioren-Weltmeisterin Maria Riesch stellt sich erstmals in Übersee der Herausforderung von Weltcup-Rennen. Das DSV-Nachwuchstalent geht dabei derzeit durch die harte Schule der Final-Qualifikation. Auch beim Slalom hat es diesmal - ebenso wie schon beim Riesenslalom zwei Tage zuvor - nicht für den zweiten Durchgang gereicht. Riesch patzte im Steilhang und verpasste als 32. knapp den 'Cut' der besten 30 Fahrerinnen. Erfahrungen, aus denen die junge Hoffnungsträgerin in der Zukunft nur gestärkt hervorgehen sollte.

Kunstschnee hilft gegen den Schneemangel:
In Park City gibt es momentan noch sehr wenig Schnee, nur ein Kunstschneeband zieht sich in die Tiefe, auf dem die Rennen ausgetragen werden. Die Temperaturen waren beim Final-Durchgang mit 11 Grad im Ziel und 10 Grad am Start auch am heutigen Tag wieder sehr mild. Strahlend blauer Himmel und frühlingshafte Temperaturen bildeten daher den äußeren Rahmen für das Slalom-Spektakel.