Beinahe ein Jahr nach seinem schweren Trainingsunfall muss Florian Eckert wohl auch den zweiten Skiwinter in Folge abschreiben. Der DSV-Abfahrer aus Bad Tölz wird nunmehr erneut am rechten Knie operiert. Damit fällt der 23-Jährige bis mindestens Mitte Januar aus und ein Start bei der WM in St. Moritz 2003 ist demnach mehr als unwahrscheinlch.

Eckert schwer enttäuscht:
"Ich bin enttäuscht, dass ich trotz des vielversprechenden Sommertrainings jetzt noch einmal operiert werden muss. Ich bin konditionell sehr fit und hoffe, möglichst schnell wieder Ski fahren zu können", erklärte Eckert.

OP in der kommenden Woche:
Knie-Spezialist Hermann Mayr wird den WM-Bronze-Gewinner von St. Anton 2001 in der kommenden Woche in München operieren. Er hatte auch den Eingriff im letzten Jahr vorgenommen. Eckert hatte sich damals einen Trümmerbruch des Schienbeinkopfs beim Riesenslalomtraining in Schladming zugezogen. "Da die Metallplatte die Elastizität stört, ist es für Florian Eckert derzeit unmöglich, Hochleistungssport zu betreiben", machte Mayr den Grund für den notwendigen Eingriff deutlich.

Training abgebrochen:
Am Dienstag hatte das Kraftpaket aus Tölz ein auf zwei Tage angesetztes Testtraining auf Schnee erneut abbrechen müssen. "Wenn es dann nicht geht, habe ich keine andere Wahl und muss den Winter abhaken", hatte Eckert schon im Vorfeld der Übungseinheit am Stilfser Joch (Südtirol) angedeutet.

DSV-Chef frustriert:
Auch Herren Cheftrainer Martin Oßwald sah die Tragik dieser Nachricht. "Der erneute Ausfall von Florian Eckert ist tragisch, weil wir von Haus aus nur wenige Speed-Fahrer in der Mannschaft haben. Nichtsdestotrotz werden wir mit den verbliebenen Athleten konsequent weiterarbeiten und das Beste herausholen", gab sich Oßwald dennoch kämpferisch.