Ski2b: Herr Maier, wie bewerten Sie den Weltcup-Auftakt?
Wolfgang Maier Sportlich möchte ich den Weltcup-Auftakt eigentlich gar nicht so sehr bewerten. Die Bedingungen in Sölden waren beim Damenrennen dafür einfach zu wechselhaft. Ein Leistungsvergleich ist deshalb kaum möglich. Für mich war das Skialpin-Entertainment. Fest steht, dass einige junge Fahrerinnen verblüffend stark gefahren sind. Natürlich gilt die für die Nicole Hosp aus Österreich im speziellen. Aber ansonsten sind Aussagen auf der Basis von Sölden noch verfrüht.

Ski2b: Und die Leistungen der DSV-Mädels?
Wolfgang Maier: Die Martina hat einfach Pech mit dem Wind gehabt. Ich würde sie sonst nicht in Schutz nehmen, aber dies war ja auch in den Fernseh-Überblendungen unverkennbar. Hilde ist solide unterwegs gewesen. Maria Riesch hat trefflich selbst ihren Innenski-Fehler kommentiert, da brauch ich dann auch nichts mehr ansprechen.

Ski2b: Wie sieht das weitere Vorgehen bis zur Nordamerika-Tour aus?
Wolfgang Maier: Jetzt sind wir noch im Pitztal, die Abfahrerinnen reisen dann nochmals nach Sölden und dann geht es auch schon über den großen Teich.

Ski2b: Mit welcher Erwartungshaltung? Was will der Cheftrainer von seinem Team sehen?
Wolfgang Maier: Der Chef will eine Mannschaft sehen. Wir waren immer in der Lage gute Team-Ergebnisse einzufahren. Es kann nicht sein, dass wir in den schnellen Disziplinen einen Spitzenplatz holen, dann aber in dem Bereich von Platz 10-15 nicht mehr auftauchen. Da sind neben Hilde Gerg eine Petra Haltmayr und eine Sibylle Brauner gefragt, das traue ich ihnen auch zu, das erwarten sie ja auch von sich selbst. Die Motivation ist da. Im Slalom stehen mit Martina Ertl, Monika Bergmann und Annemarie Gerg drei gute Fahrerinnen in den Startlöchern.

Ski2b:Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in der Saison.
Wolfgang Maier: Danke!