Ski2b: Der Weltcup-Auftakt in Sölden liegt hinter uns. Wie bewerten Sie aus sportlicher Sicht insgesamt das Wochenende auf dem Rettenbachferner?
Martin Osswald: Wir haben insgesamt sehr gute Leistungen gesehen. Es gab wenig Ausfälle bei den Spitzenfahrern. Auch mit Andreas Ertl bin ich zufrieden. Er hat gekämpft, die Piste hat es allerdings allen Läufern mit hohen Startnummern schwer gemacht unter die Top-30 vorzufahren. Daher hat es zur Final-Qualifikation nicht gereicht. Aber wir arbeiten in die richtige Richtung.

Ski2b: Was kann man vom deutschen Herren-Team für den Winter erwarten?
Martin Osswald: Wir werden jetzt am 05. November nach Übersee fliegen und dort in Amerika auf Kunstschnee trainieren. Dann hoffen wir, dass wir in Park City ordentlich abschneiden können ...

Ski2b: ... was uns zu der Frage bringt, wie es den Jungs aus der Abteilung 'Speed' derzeit geht?
Martin Osswald: Stefan Stankalla macht mir momentan am wenigsten Sorgen. Er konnte ohne Probleme trainieren, allerdings ist er auch erst im Juli ins Training eingestiegen. Zuvor hatte er ja die Verletzung an der Bandscheibe. Max Rauffer ist nach einer Virus-Geschichte noch etwas kränklich und bei Florian Eckert müssen wir einfach abwarten. Sollte die Entzündung am Knie zurückgehen, dann wird der Flori mitfliegen, ansonsten bleibt er hier und wir konzentrieren uns bei ihm auf die Rennen in Europa. Aber ein genaues Datum für sein Comeback bleibt Spekulation.

Ski2b: Welche Perspektiven hat der Nachwuchs? Welche Planungen liegen hier vor?
Martin Osswald: Der Anfang ist gemacht. Die Jungen Burschen z. B. Felix Neureuther, Stephan Kogler und Christian Wanninger haben im Training schon gute Leistungen erbracht. Jetzt müssen sie im Europacup Punkte sammeln, damit wir wieder mehr Startplätze im Weltcup erhalten. Aber auch im Weltcup werden wir die Nachwuchsfahrer punktuell einsetzen.

Ski2b: Wie lange wird die Aufbauphase noch dauern?
Martin Osswald: Zusammen mit den Techniktrainern Berni Huber und Sepp Hanser haben wir als Hauptziel die Olympischen Spiele 2006 angepeilt. Natürlich sollen die Fahrer schon vorher an die Spitze herangeführt werden. In ein bis zwei Jahren wollen wir dies erreichen. Aber der Fixpunkt, das Fernziel bleibt Olympia 2006 in Turin.

Ski2b: Vielen Dank und viel Erfolg
Martin Osswald: Danke!