Die Rückkehr des Doppel-Olympiasiegers und Doppel-Weltmeisters Hermann Maier in den Alpinen Skizirkus bleibt weiter völlig öffen. Der dreifache Weltcup-Gesamtsieger bestätigte beim ÖSV-Abend am Sonntagabend zudem, dass er nichtmals als Zuschauer zum Saisonauftakt nach Sölden (kommenden Samstag/Sonntag) fahren werde.

WM in St. Moritz im Visier:
So richtet sich der Blick des 29-jährigen Flachauers, der seit seinem folgenschweren Motorradunfall im August 2001 kein Skirennen mehr bestreiten konnte, wegen seiner fortwährenden gesundheitlichen Probleme bereits sorgenvoll in Richtung Ski WM 2003 (St. Moritz/ Schweiz). Maier: "Die WM wäre ein großes Ziel, allerdings müsste ich vorher halbwegs schmerzfrei Skifahren können. Die Beschwerden müssten sich in Grenzen halten".

Teilnahme ungewiss:
Doch der Salzburger sieht auch die Problematik seiner Verletzung. Für den 'Herminator' geht es zur Zeit vielmehr um die völlige Ausheilung der Unfallfolgen. Das zerstörte Gewebe im Unterschenkel müsse sich zunächst zurückbilden. So sieht Maier auch die Gefahr, dass sich der Genesungsprozess bis in den März erstrecken könnte. Dann würde Österreichs Top-Skiass allerdings auch die WM im Nachbarland Schweiz verpassen. Maier: "Es kann Jahre dauern, bis es wieder so ist wie früher, es geht alles unheimlich langsam. Es dauert eben seine Zeit".

Maier realistisch:
Auch im Falle eines Comebacks scheint der für seine flotten Sprüche bekannte Österreicher die Realität nicht aus den Augen verloren zu haben. Ein Kampf um den Sieg dürfte für ihn zunächst ausgeschlossen sein. "Sollte ich im ersten Rennen 15. werden, dann wäre ich damit sicher zufrieden", stellte Maier klar. Für ihn geht der Kampf um die Rückkehr allerdings weiter, Aufgabe war nie ein Thema. "Bevor ich das mach nehm' ich eine Auszeit und mach ein Theologiestudium oder sonst was ...", ließ er die Journalisten wissen.

Maier sieht Eberharter vorn:
Der Herminator sieht seinen Landsmann Stephan Eberharter für die Skisaison 2002/2003 in der Favoritenrolle. Ihm traut Maier erneut den Gesamtweltcup zu. "Sonst kenn ich mich derzeit nicht so aus", stellte der Flachauer fest. Auch das neue Start-Reglement der FIS für die Speed-Disziplinen interessiert Maier derweil nicht. "Das ist mir vollkommen wurscht. Mich beschäftigen ganz andere Sachen."