In einem Interview für die ORF-Sendung 'Vera' äußerte der 29-jährige Doppel-Olympiasieger aus Flachau starke Bedenken hinsichtlich seiner Rückkehr in den Ski-Weltcup-Zirkus. Auch das Wort vom möglichen Karriere-Ende ging dem Weltcupsieger im Verlauf des Gespräches erstmals über die Lippen.

Zu viele Klippen auf dem Weg zum Comeback?
Maier gilt als die schillerndste und erfolgreichste Person im Alpinen Skiweltcup. Doch nach seinem schweren Motorradunfall im August 2001 bangen die Fans mit ihm um die Fortsetzung seiner außergewöhnlichen Ski-Karriere. Noch hat der 'Herminator' den festen Willen zum Comeback. Aber permanente Rückschläge auf dem steinigen Weg zurück ins Rampenlicht machen auch dem Österreicher mittlerweile schwer zu schaffen.

"Bein desolat und kaputt"
Am Donnerstagabend nahm der Salzburger in der ORF-TV-Sendung 'Vera' kein Blatt vor den Mund: "Das Bein ist so kaputt, dass der kleinste Fehler für eine neuerliche Verletzung ausreicht. Das muss ich ausmerzen, sonst wird es nichts mehr werden mit dem Skifahren."

Maier gibt sich kämpferisch:
So stellte Maier klar, dass er zu keinem Zeitpunkt an eine Aufgabe seiner Comeback-Hoffnungen gedacht habe. "Dazu war die Zeit, in der ich alles erreicht habe, zu kurz. Und bis auf den Fuß bin ich ja noch relativ unverbraucht. Deshalb möchte ich weiter machen, bald wieder zuschlagen. Ich habe noch Zeit, so ferne dass da unten wieder heilt."

Ruhe als Therapie:
Nun will Hermann Maier zunächst seinem Bein Ruhe zur Heilung gönnen. Gut ein Jahr hatte Maier nach seinem Unfall nicht mehr im Schnee trainiert. In Chile zog er sich dann im August eine schlimme Schuhrandprellung zu. Nach der erneuten Pause musste der dreifache Weltmeister auch den bislang letzten Trainingsversuch Anfang Oktober nach wenigen Schwüngen abbrechen. Maier betreibt derzeit nur leichtes Training. Dennoch hält der Flachauer an seinem Ziel fest: "Ich möchte so schnell wie möglich wieder Skifahren. Ich hoffe, dass es in kürzester Zeit wieder so weit sein wird. Das Schwierigste wird dann sein, sich wieder an die Geschwindigkeit zu gewöhnen."