Nun steht es fest: Alain Baxter (Schottland) muss die erste britsche Olympia-Medaille im Alpinen Skisport wegen Doping auch nach der Berufung vor dem Internationalen Sportgericht (CAS) in Lausanne abschreiben. Bei den Olympischen Winterspielen von Salt Lake City hatte Baxter im Februar in Deer Valley zunächst die Bronzemedaille im Spezial-Slalom der Herren gewonnen.

Raich nun Dritter:
Der Pitztaler Benjamin Raich (Österreich) profitiert nun von der Bestätigung der Disqualifikation und rückt nachträglich vom vierten auf den dritten Platz vor. Damit verbessern sich die Österreicher im Medaillenspiegel auf nunmehr vier Gold-, vier Silber- und elf Bronzemedaillen.

Mit Berufung abgeblitzt:
Baxter ist demnach mit seiner Berufungsklage vor dem obersten Sportgericht abgelitzt. Anlass für seine Klage war die Disqualifikation nach dem olympischen Slalom wegen Einahme der verbotenen Substanz Metamphetamin. Diese Substanz wurde bei einem Dopingtest nachgewiesen. Der 28-jährige Schotte hatte in den USA ein entsprechendes Nasenspray erworben und dort eingenommen. Dies tat er in der Annahme ein ähnliches Spray zu konsumieren wie sein in Europa benutztes Nasenspray.

CAS bestätigt IOC:
Das Sportgericht bestätigte im Fall Baxter dabei die Linie des IOC, wonach ein Sportler schuldig sei, wenn eine verbotene Substanz in seinem Körper nachgewiesen werde, ganz gleich auf welchem Weg sie dorthin gelangt.

Verständnis für Baxter:
Man fand von Seiten des CAS jedoch auch versöhnliche Worte: "Das Gremium stellt aber fest, dass sich Baxter keinen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollte", erklärte ein CAS-Mitglied.

Baxter enttäuscht:
Alain Baxter zeigte sich nach der Urteilsverkündung enttäuscht, konnte dem ganzen Verfahren aber auch positive Aspekte abgewinnen: "Aber es gibt auch etwas Positives. Sie haben meinen Namen rein gewaschen. Ich gelte nicht als Betrüger und kann nun wieder zum Rennsport zurückkehren."