Das deutsche Abfahrtsteam hat das Tripple geschafft. Doch für den dritten Sieg in der dritten Auflage des HP 50K of Coronet mussten die drei deutschen Fahrer so hart kämpfen wie noch nie zuvor.

Titelverteidigung:
Ein internationales Teilnehmerfeld mit erfahrenen Skiathleten wollte die Titelverteidiger vom Thron stürzen, doch die German-Boys kämpften verbissen und sicherten sich erneut die Janey Blair Memorial Trophy.

Enge Zeitabstände:
Der Sieg ging mit 108 gefahrenen Runden bei einer Netto-Fahrzeit auf der Abfahrtspiste von 1.29.55 Std. an das deutsche Trio. Großbritannien 107 Runden (1.29.56 Std.) belegte Rang zwei, der dritte Platz ging an die Mannschaft des Gastgebers Neuseeland mit 107 Runden (1.31.10 Std.).

Auf den weiteren Plätzen:
4. USA Herren 107 Runden (1.31.44 Std.)
5. Japan 106 (1.31.48 Std.)
6. Österreich 106 (1.31.01 Std.)

Spannender Rennverlauf bei den Damen:
Gerade der Damenwettbewerb ließ an Spannung nichts zu wünschen übrig. Australien führte während des gesamten Wettkampfes das Feld an, dicht gefolgt vom Team der USA und Kanada. Aber 10 Minuten vor dem Rennende nach gut 17 Stunden Fahrzeit mussten die Australierinnen nach einem spektakulären Sturz von Jeanette Korten den Sieg noch aus den Händen geben. Korten musste leider mit dem Rettungsschlitten vom Berg transportiert werden. Damit war der Weg frei für das Team Kanada, die somit das Rennen gewannen und im Ziel die Pieter Small-Smith Trophy in Emfang nehmen durften.

Die Resultate der Damen:
Kanada 106 Runden (1.33.39 Std. reine Fahrzeit)
Australien 106 Runden (1.33.51 Std.)
US Women 105 Runden (1.35.04 Std.)

Schnelle Deutsche:
Das deutsche Team mit den Fahrern Michael Brunner, Christian Deisenböck und Christian Prassberger wurde mit teilweise 138 kmH Spitzengewschwindigkeiten gestoppt. Dabei geriet die 30ste Runde zur schnellsten Talfahrt mit genau 48.099 Sekunden. Zuvor waren sie aber nach einem Sturz eines Fahrers beim Sprung kurzzeitig vom Team der Briten überholt worden. Somit waren schnelle Runden für das Team Deutschland nötig geworden.

Österreicher mit Handicap:
Mit einem Handicap waren die Österreicher um den legendären Olympiasieger von 1992 Patrick Ortlieb ins Rennen gegangen. Ihr jüngstes Team-Mitglied - Johannes Nenning, 20 - musste auf das Rennen nach einer Knieverletzung, die er beim Training erlitten hatte, verzichten. Sein 50-jähriger Vater, der eigentlich als Betreuer mitgereist war, sprang kurzerhand für ihn ein. Nenning:" Ich hab es dem Team zur Liebe gemacht. Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich es tun musste."

Desater bei Schweizer Premiere:
Das Schweizer Debut beim HP 50K geriet zu einem Fiasko für die Eidgenossen. Robert Moze, Markus Blum and Arno Hoenicke führten das Rennen zwar kurzzeitig an, aber nachdem Hoenicke nach einem Sturz mit verletztem Bein aufgeben musste, fuhren die beiden anderen Fahrer nur noch bis zur 47ten Runde weiter. Danach gab man das Rennen auf, da es ohne Auswechselmöglichkeit für die Jungs nach eigener Einschätzung zu gefährlich geworden war.