Am vergangenen Sonntag belegte Christian Flühr vom Skiclub Oberhausen (29) beim Inlineslalom in Blaichach/Allgäu einen neunten Platz. Das Rennen gehörte zum 5. DSV-Inlinecup, bei dem sich die fünf besten jeder Klasse für die Deutschen Meisterschaften im September qualifizierten. Insgesamt waren über 200 Teilnehmer am Start.

Anspruchsvolle Strecke:
Bei subtropischen Temperaturen von weit über 30°C wurde das Rennen Sonntag um 10.00 Uhr gestartet. Die etwa 300 m lange Piste war sehr anspruchsvoll, da sie ein Gefälle von durchschnittlich 9 % aufwies und für Rennen dieser Art ausgesprochen lang war. Mit Startnummer 383 ging der Wahl-Allgäuer, der im normalen Leben der Presseoffizier der Gebirgsjägerbrigade 23 ist, an den Start. Die hohe Startnummer resultierte aus den vielen Freinummern, die der Veranstalter für Nachmeldungen offen lies. Als zweiter Starter der Hauptklasse machte sich der Weltrekordhalter auf die Strecke. "Schon beim Einfahren habe ich bemerkt, dass die Strecke sehr anspruchsvoll ist."

Angst fährt mit:
Unumwunden gibt Christian Flühr auch zu, daß die Angst mitgefahren sei. Kein Wunder denn Stürze bei Geschwindigkeiten über 40 km/h auf nacktem Asphalt gehen trotz Protektoren nicht immer glimpflich aus. Auch in Blaichach gab es einige spektakuläre Stürze, die mit größeren Schürfwunden endeten, schwere Verletzungen blieben aber aus. "Durch den Respekt vor der Strecke konnte ich nicht voll attackieren, deshalb ist der neunte Platz nach zwei Durchgängen nicht verwunderlich, letztes Jahr bin ich im ersten Rennen in Dettingen direkt ausgeschieden", erinnert sich der 29-Jährige.

Weitere Rennen stehen an:
Schon am kommenden Wochenende stehen für Flühr wieder zwei Inlineslaloms auf dem Programm. Zunächst am Freitag im Olympiapark München die offenen bayerischen Meisterschaften als Abendwettbewerb und am Samstag danach eine Slalom in Fürstenfeldbruck. Christian zu den Zielen: "Die Strecke im Olympiapark liegt mir sehr, da trainiere ich häufiger. Ich denke, da kann ich vorne mitmischen und auch am Samstag will ich unter die ersten Zehn reinfahren, aber die Konkurrenz bleibt die größte Unbekannte."

Inlinen aus Sapß:
Danach ist für den Wahl-Allgäuer in Obermaiselstein erstmal ein kleine Pause angesagt, bevor es im August auf den vier Rollen weitergeht, aber die Planungen für die nächste Skisaison lauf schon auf Hochtouren. Flühr fügt abschließend mit einem Grinsen auf den Lippen vielwissend hinzu: "Schließlich ist Inlinen mehr Spaß. Auch im nächsten Winter werden Weltrekordversuche mit mir stattfinden und die 24-Stunden-WM in Aspen ist für mich in greifbarer Nähe. Das will organisiert sein, aber das ist eine andere Geschichte ..."