Ex-Skistar Alberto Tomba und Fußballer Zinedine Zidane sind von der Verteidigung als Entlastungszeugen im Dopingprozess gegen den prominenten Sportmediziner Michele Ferrari vorgeladen worden. Beide sollen bald vor einem Gericht in Bologna Stellung zur Problematik beziehen.

Italienische Ärzte unter Verdacht:
Gegen Ferrari sowie 15 weitere italienische Ärzte und Apotheker wird seit Dezember vergangenen Jahres ermittelt. Der Vorwurf: sie sollen gesundheitsschädigende Mittel, u.a. auch EPO, verschrieben und verkauft haben.

Ex-Radprofi Erwan Mentheour als Initiator:
Den Prozess hatte der frühere Radprofi Erwan Mentheour ins Rollen gebracht. In seinem Buch \"Meine Wahrheit über Doping\" hatte er die systematische Einnahme von Doping eingestanden. In diesem Zusammenhang stellte er die Behauptung auf, dass er im Wartezimmer von Ferraris Klinik zahlreiche Athleten gesehen zu haben, darunter Tomba und Zidane.

Ferraris Anwalt entspannt:
\"Wir sind sicher, dass Mentheour lügt. Deshalb haben wir die Vorladung von Tomba und Zidane beantragt. Es handelt sich um Stars, die Dr. Ferrari gern kennen lernen würde\", sagte Ferraris Anwalt Dario Bolognesi.

Staatsanwaltschaft ermittelt weiter:
Die Staatsanwaltschaft will in den nächsten Monaten weitere prominente Radsportler vernehmen. Zu ihnen zählt unter anderen auch der Schweizer Tony Rominger.