Der Kongress des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) hatte bereits im Juni auf seiner Tagung im slowenischen Portoroz für den alpinen Rennsport verschiedene Neuerungen beschlossen. So wird es künftig K.o.-Slalom-Wettbewerbe und einen neuen Startmodus in den Speed-Disziplinen geben.

Nachtrennen im K.o.-System:
Ins Weltcupprogramm 2002/2003 aufgenommen wird auch der so genannte K.o.-Slalom, der im letzten Winter in Madonna di Campilio bereits eine erfolgreiche Testphase durchlaufen hat. Die Nachtrennen der Frauen und Männer in Sestriere werden Mitte Dezember 2002 nach diesem Modus durchgeführt. Startberechtigt sind 34 Fahrer (die Top 15 der Weltrangliste sind gesetzt sowie die übrigen auf der Basis eines Qualifikationsrennens. Dazu kommt der Beste aus dem Europacup).

Cup-System kommt zur Anwendung:
Die 34 Teilnehmer treten im Cup-System (der 34. gegen die Nummer 1, der 33. gegen die 2, etc.) gegeneinander an. Die 17 Sieger plus die drei schnellsten Verlierer qualifizieren sich für die zweiten Lauf. Die zehn Gewinner plus die zwei schnellsten Verlierer kommen in den dritten Lauf und bestreiten dann in umgekehrter Reihenfolge zum Zwischenklassement noch einen vierten Lauf. Das Schlussklassement (erste 12) wird durch Addition des 2., 3. und 4. Laufs errechnet.

Neue Reihenfolge soll Spannung erhalten:
Spannung versprechen ab dem kommenden Winter die Weltcup-Abfahrten und die Super-G-Rennen. Um zu verhindern, dass Rennen - wie oft in der Vergangenheit - schon nach ein paar wenigen Fahrern entschieden sind, erfolgt der Start wie in den technischen Wettbewerben in umgekehrter Reihenfolge zur Weltcup-Startliste oder zum Training.

Der 30. der Liste geht als erster an den Start:
In den Super-G-Rennen wird die aktuelle Weltcup-Startliste als Vorlage genommen. Der 30. der Liste startet als Erster, die Nummer 1 als 30. Die weiteren Fahrer werden wie bisher in die Startliste aufgenommen. Über die Startreihenfolge bei der Abfahrt entscheidet indes das Abschlusstraining. Auch hier gilt: Der 30. tritt mit der Startnummer 1 an, der Schnellste mit der Nummer 30. Findet nur ein Trainingslauf statt, hält man es wie bei Super-G.