Bode Miller, vierfacher Sieger in der zurückliegenden Weltcupsaison und zweifacher Silbermedaillengewinner der Winterspiele 2002 in Salt Lake City, hat einen Zweijahresvertrag bei der französischen Skifirma Rossignol unterzeichnet. Miller wird in Zukunft seine Wettkämpfe mit Skiern, Bindung und Stöcken von Rossignol bestreiten.

Jubel in Frankreich:
Auf der Rossignol-Jahreshauptversammlung in Frankreich wurde die Nachricht von der erfolgten Vertragsunterzeichnung Millers nach Firmenmeldungen mit großem Applaus von Seiten des Rossignol-Präsidenten Jacques Rodet und des Rennservice-Direktors Francois Sedan quittiert.

US Riesenslalom-Trauma beendet:
In der letzten Saison gewann mit dem 24-jährigen Miller auf Fischer Skiern (mit Nordica Schuhen und Salomon Bindung) erstmals seit 1983 wieder ein US-Amerikaner einen Weltcup-Riesenslalom.

Hoher Marktwert:
Bis zu seinem Vertragsabschluss hatte Miller zuvor eifrig das Material von insgesamt fünf verschiedenen Firmen getestet. Rossignol indes veröffentlichte bislang nicht die Einzelheiten des Vetragswerkes. Branchen-Insider schätzen Millers Marktwert für einen solchen Zweijahresvertrag jedoch auf gut eine Millionen US-Dollar plus zuzüglich 500.000 Dollar Siegprämien. Miller wird auch weiterhin in Nordica Schuhen antreten.

Der neue Tomba:
Daniel Mornet nannte Miller den neuen Tomba und verwies darauf, dass die Unterzeichnung Teil einer Rückorientierung hin zu Rossignol als anerkannter Rennmarke sei. In den Vorwochen hatten mit dem Schweizer Altmeister Bruno Kernen und Martina Ertl (Lenggries) Medalliengewinner bei Olympia und bei den Weltmeisterschaften zu Rossignol gefunden.

Weltweites Programm:
Italiens Alberto Tombo war überdies die meiste Zeit seiner Karriere ein Rossignol-Skifahrer gewesen und Mornet sagte, dass er große Übereinstimmungen zwischen Miller und dem Skifahrer Tomba, der den Spitznamen 'la Bomba' erhielt, erkennen könne. Beide seien Athleten von internationalem Format gewesen. "Dies ist nicht nur ein Unterschrift für den US-Markt, sondern ein weltweites Programm," erklärte Mornet das Abkommen mit Miller.

Fischer musste passen:
David Auer von Fischer erklärte indes, dass Bode's Manager eine Summe in der 'Preisklasse' eines Hermann Maier oder Alberto Tomba eingefordert habe. Fischer jedoch hätte klar gemacht, dass - so gut Miller auch sei - er keinesfalls bislang auf ähnliche Erfolge wie diese beiden Sportler verweisen könne. "Unser Angebot war sehr gut für Bode auf dem derzeitigen Leistungsniveau. Auch wenn er jetzt wechselt, wir danken Bode für die Zusammenarbeit in den letzten beiden Jahren".

Zurück zur Nummer eins im Wintersport:
"Der Vertrag mit einem derart großartigen Champion wird die Marke weiter international präsent und sichtbar machen und unzweifelhaft dazu beitragen, dass Rossignol wieder als die führende Marke im Wintersport angesehen wird," heißt es denn auch in einer Presseerklärung der Firma.