Am vergangenen Samstag fanden im Bottroper Alpincenter die 2. norddeutschen Indoorskimeisterschaften statt. Zunächst wurden die Sieger im Riesenslalom gekürt und danach im Slalom. Insgesamt fanden über 200 Starter und Starterinnen den Weg in Marc Giradellis Skihalle, darunter auch etliche Spitzenskiläufer aus südlichen Gefilden.

Christian Flühr mit am Start:
Marathon-Skiweltrekordhalter Christian Flühr (Skiclub Oberhausen, 29) ging in beiden Disziplinen an den Start.
Platz 5 im Riesenslalom und ein Platz unter den ersten 30 im Slalom standen für den Skirennläufer am Ende zu Buche. Mit Abstand war er damit der schnellste Läufer des Westdeutschen Skiverbandes, für den er startet. "Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich mir auf grund der Ergebnisse des letzten Jahres mehr ausgerechnet habe, aber die Konkurrenz war auch deutlich größer als 2001." erzählt der Wahlallgäuer aus Oberhausen. In der Tat ließ Christian Flühr mit der hohen Startnummer 159 etliche Starter hinter sich, die mit weit weniger Punkten vor ihm gestartet waren.

Verwachst:
Es war aber noch erheblich mehr drin als die Zeit von 26:06 sec im Riesenslalom. "Ich habe mich verwachst und bin deshalb nicht am Start richtig weggekommen, das macht ungefähr eine halbe Sekunde aus, damit wäre Platz 5 drin gewesen." erklärt er.

Sieg für Andreas Schwarzwälder:
Der Sieg im Riesenslalom ging an den international startenden Andreas Schwarzwälder vom SF Tennenbronn (Baden-Württemberg), der die Konkurrenz regelrecht mit einer Sekunde Vorsprung deklassierte (23,95 sec), und im Slalom an Henning Röbbel vom SC Bad Grund (Niedersachsen) deklassierte. Ein besonderes Strahlen ging Christian über die Lippen, als er ohne Schwierigkeiten den Slalom als zehnbester meisterte: "Bekanntlich ist Slalom nicht meine Baustelle und ich bin für meine Verhältnisse sehr flüssig gefahren."

Lob für Piste und Halle:
Insgesamt ist der Skirennläufer vom Alpincenter sehr angetan, das er für sein Training seit dem letzten Frühjahr nutzt. "Es ist phantastisch, dass egal mit welcher Startnummer gestartet wird, für jeden die gleichen Bedingungen herrschen, keine Rinnen und Rippen, so dass auch noch der letzte eine Chance auf den Sieg hat. Hoffentlich wird es in der Zukunft mehr dieser Rennen geben." berichtet er. Dazu konnte Christian auch einige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr feststellen, denn das letzte Mal vor dem Rennen, war er im September 2001 bei Marc Giradelli in der Skihalle zu Gast. "Viele Kinderkrankheiten gibt es nicht mehr, das Alpincenter ist eine echte Möglichkeit im Ruhrgebiet Ski zu fahren, ein Besuch lohnt sich." findet Flühr.

Sommer steht an:
Christian Flühr hat übrigens seine Skier erstmal gründlich verräumt. "Ich freue mich jetzt erstmal auf Sonne, Strand und Meer." sagt der Skirennläufer zum Schluss. Schließlich begann für ihn die Vorbereitung auf den vergangenen Winter schon im September. Am Sonntag hat er trotzdem eine erste Trainingseinheit auf Inlinern am Baldeneysee (Essen) absolviert.