Volles Tempo ist gut, Carving unverzichtbar, aber erst in Kombination mit der perfekten Synchronität reicht es dann zum Sieg. So etwa könnte man die Regeln des Synchro Ski World Cup zusammenfassen, dessen Finale am Samstag, den 27. April zum zweiten Mal in der Neusser Skihalle ausgetragen wird.

2 Teams gegeneinander auf der Piste
Je zwei Teams aus zwei Fahrern rasen bei diesem Parallel-Slalom gleichzeitig die Piste herunter. Dabei ist Schnelligkeit viel, aber nicht alles. Von unten verfolgen mehrere Punkterichter aufmerksam, wie gut die Fahrer miteinander harmonieren. Nur wer die Kurven perfekt synchron in den Schnee zieht und dem gegnerischen Team trotzdem keine Zeit schenkt, wird am Ende ganz oben auf dem Treppchen stehen. 40 Teams aus fünf Nationen kämpfen zum 9. Mal um den Weltmeistertitel. Zu gewinnen gibt es ein Preisgeld von insgesamt 25.000 Schweizer Franken.

Freier Eintritt für Zuschauer
Für die Zuschauer ist der Eintritt in die Skihalle während des Rennens frei. So können sie den Wettkampf hautnah vom Pistenrand aus verfolgen oder durch die Panoramafenster aus dem (warmen) Gastronomiebereich beobachten.

Stimmen
„Synchro-Ski ist eine junge Disziplin, die wir vor ein paar Jahren entwickelt haben, um Skirennen für die Zuschauer spannender zu machen“, erklärt Organisator Christian Metz. „Hier muss ein Team aus zwei Rennfahrern perfekt zusammenarbeiten. Das sieht toll aus und ist sehr anspruchsvoll für die Fahrer.“

Regeln
Gewertet wird zu 50% die Zeit und zu 50% die Synchronität. Einen zusätzlichen Reiz stellt der Kampf „Team gegen Team“ dar: Denn nach der Qualifikation (10:30 Uhr - 12:00 Uhr) geht es ab der „Elimination“ (17:00 - 18:00 Uhr) in jedem Duell ums Weiterkommen. Das Siegerteam aus jeder Paarung kommt dem großen Nachtfinale um 23.00 Uhr einen Schritt näher, der Verlierer fliegt raus. So steigt die Spannung mit jedem „Knock-out“ weiter an. Die besten Chancen auf den Titel haben derzeit wohl die Schweizer Martin Huser und Armin Grob, die schon das Auftaktrennen in der Mönchengladbacher Fußgängerzone im November für sich entscheiden konnten und derzeit auf Rang eins der Weltrangliste stehen.

Schneemangel in St. Anton
Nach dem Auftakt des diesjährigen Synchro Ski World Cup vor rund 300.000 Zuschauern in der von allrounder beschneiten Fußgängerzone in Mönchengladbach folgten Stationen in den Alpen. Nicht immer hatten die Organisatoren dabei mit dem Schnee soviel Glück wie in Nordrhein-Westfalen. „Ein Rennen in St. Anton mussten wir wegen Schneemangels absagen“, berichtet Christian Metz. „Die größte Schneesicherheit haben wir inzwischen in NRW“, schmunzelt der Schweizer. Auch für Samstag verspricht die allrounder winter world den Rennfahrern wieder ideale Wettkampfbedingungen: Die Temperatur liegt bei minus 4 Grad, die Schneehöhe beträgt 50 cm, die Piste ist griffig und für die Nacht vor dem Rennen ist Neuschnee angesagt. So kommen auch die Zuschauer auf ihre Kosten: Denn zwischen den Rennen ist die Piste für jedermann geöffnet und am Abend steigt zum Saisonabschluss eine riesige Après-Ski Party. Auch hier ist der Eintritt frei.
Und wer sich schon mal auf das Rennen einstimmen will, kann sich im Internet unter www.allrounder.tv einen Film vom Saisonauftakt in Mönchengladbach ansehen.