Bode Miller hat seine Teamkollegen bei den 'Chevy Truck U.S. Alpine Championships' in Sugar Bowl Ski Resort im Slalom in Grund und Boden gefahren. Für den Doppel-Silbermedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen von Salt Lake City war es indes der erste nationale Slalomtitel.

Klarer Sieg für Miller:
Um so eindrucksvoller das Zustandekommen. Bei schlechter Sicht und starken Schneefällen verschaffte sich Miller schon im ersten Durchgang ein sattes Polster von 1,5 Sekunden; auch im Finaldurchgang konnte der Mann aus Franconia, New Hampshire seinen Vorsprung auf Erik Schlopy aus Park City in Utah noch ausbauen. Bode Miller gewann schließlich in 1:29,04 Min. vor Erik Schlopy (1:31,80 Min.) und Paul Casey Puckett, Aspen, Colorado (1:32.23 Min.).

Bode Miller:
"Mit meiner Slalom-Darbietung bin ich sehr zufrieden. Ich war sehr schnell unterwegs, eigentlich schon das ganze Jahr über." Schon 1998 konnte Miller einen US-Titel gewinnen, damals den Riesenslalom-Titel. In Verbindung mit seinem sechsten Platz beim Super G gelang Miller so auch der Sieg in der Kombinationswertung.

Schleper verteidigt Slalomtitel:
Bei ähnlich schlechten äußeren Bedingungen konnte zuvor Sarah Schleper ihren Slalomtitel aus dem Jahr 2001 erfolgreich verteidigen. Sie hatte sich nach dem ersten Durchgang einen hauchdünnen Vorsprung von 0.12 Sekunden erarbeitet und besiegte in 1:37,43 Min. nach einem packenden Finale Caroline Lalive aus Steamboat Springs, Colorado, die 1:37,97 Min. benötigte. Platz drei ging in 1:38,48 Min. an Julia Mancuso aus Squaw Valley, Kalifornien.

Schleper überrascht:
"Ich hatte nicht wirklich mit dem Sieg gerechnet. Eigentlich hatte ich nur gehofft, dass ich schnell fahren würde", sagte die Riesenslalom-Meisterin von 1998 unmittelbar nach dem erneuten Triumph.

Lalive belohnt sich selbst:
Die Slalom-Meisterin des Jahres 2000 war mit dem Verlauf der Olympischen Saison bis dato nicht so recht zufrieden gewesen. Gerade in Salt Lake City lief es nicht wunschgemäß. Doch zumindest der Saisonausklang stimmt sie nunmehr versöhnlich. Den Titel im Super G hatte sie sich in der Vorwoche bereits in Squaw Valley gesichert. Nun reichte der zweite Platz im Slalom auch zum Gewinn des nationalen Kombi-Titels. "Ich hatte schon im Laufe der Saison einige Tiefen zu überwinden, aber ich beende den Skiwinter hier nun doch auf eine nette Art und Weise. Olympia konnte ich erfolgreich verarbeiten."

Helfer machten Rennen erst möglich:
Eine ganze Armee von Helfern hatte in der Nacht zuvor die Strecke in Sugar Bowl von den starken Neuschnee-Mengen befreit. "Die Bedingungen waren sehr ansprechend, da die Helfer den Schnee komplett rausgeräumt hatten. Da drunter war der Untergrund hart und griffig. Allerdings hatte ich als 30. Starterin im Final-Durchgang mächtig mit den Wannen zu kämpfen", lobte Schleper dennoch die Arbeit der Freiwilligen an der Strecke.