Nun ist es amtlich. Dem schottische Slalomfahrer Alain Baxter wird seine Slalom-Bronzemedaille aberkannt. Das IOC hat dies am Donnerstag bei seiner Sitzung in Lausanne (Schweiz) beschlossen.

FIS muss nun entscheiden:
Damit geht das Edelmetall an den Pitztaler Benjamin Raich über, der beim olympischen Slalom auf dem vierten Platz gelistet wurde. Der Internationalen Skiverband FIS muss dem Österreicher Bronze nun aber noch offiziell zusprechen.

Britischer Verband muss Medaille zurückgeben:
Den Schotten Baxter wird es nach dem positiven Dopingbefund bei A-und B-Probe nun nicht mehr in den Olympia-Ergebnislisten geben. Ihm wurde die Einnahme der verbotenen Substanz Methamphetamin nachgewiesen. Für die Briten wäre die Bronzemedaille das erste Edelmetall in der skialpinen Olympiageschichte des Landes gewesen.

Baxter denkt über Einspruch nach:
Möglicherweise wird der 'Highländer' unter den Skifahrern Protest gegen die Entscheidung des IOC einlegen. Baxter selbst hatte vor zwei Wochen die positive A-Probe gegenüber den Medien bestätigt. Der 28-jährige versteht die Welt nicht mehr, hatte er doch in den USA ein Nasenspray erworben, dass in Europa keinerlei Methamphetamine enthält.

Baxter fühlt sich unschuldig:
\"Ich sah den Nasenspray, den ich seit meiner Kindheit genommen habe, und dachte an nichts Böses. Ich habe vor der Dopingprobe angegeben, welche Mittel ich eingenommen hatte, und der Nasenspray war auch dabei. Ich bin für Dopingtests, denn im Sport sollte man nicht betrügen. Aber es sollte eine Regel geben, die berücksichtigt, ob es sich um leistungsfördernde Mittel handelt oder nicht.\

Raich profitiert:
Der Blitz aus Pitz wird sich so wohl bald über die zweite Bronzemedaille der Spiele von Salt Lake City freuen dürfen. In der Kombination war er bereits erfolgreich gewesen. Auch FIS-Präsident Gianfranco Kasper geht nun davon aus, dass Raich als nächster Fahrer in der Wertung nachrücken wird. Baxter droht von Seiten der FIS nunmehr als Strafe eine Sperre von drei Monaten bis zu zwei Jahren.