Trotz zweier aberkannter Goldmedaillen konnte die deutsche Mannschaft bei den VIII. Paralympics in Salt Lake City erstmals in der 26-jährigen Geschichte der Winterspiele der Behinderten die Medaillenwertung gewinnen. 416 Athleten aus 36 Ländern hatten bei den Paralympics teilgenommen.

Chef de Mission zufrieden:
"Wir haben die Steilvorlage angenommen und sind überglücklich, erstmals als Nummer eins nach Hause zu reisen", sagte Chef de Mission Karl Quade. Stolz verwies er auch auf die Glückwunsche des Bundeskanzlers. Schröder habe zugesichert, dass die Regierung den dopingfreien Spitzensport wie bisher fördern werde.

Gold in 17facher Ausführung:
Der Deutsche Behinderten-Sportverband (DBS) kann auf eine eindrucksvolle Billanz blicken. 17 Mal Gold, ein Mal Silber und 15 Mal Bronze reichten aus, um Gastgeber USA zu schlagen. Die hatten zwar die meisten Medaillen (43) gewonnen, aber mit 10 Gold-, 22 Silber- und 11 Bronzemedaillen nur Platz zwei in der Nationenwertung vor Norwegen (10/3/6) und den starken Österreichern (9/10/10) belegen können.

Alpine brachten Medaillensegen:
Insbesondere die ungeschlagene alpinen Vierfach-Sieger Gerd Schönfelder (Kulmain) und Martin Braxenthaler (Traunstein), der bei der Schlussfeier die Fahne trug, sorgten für die deutsche Medaillenflut.

Quade fordert Umsetzung des Nachwuchskonzeptes:
"Wir müssen unsere Kräfte weiter konzentrieren und mit aller Macht jetzt das Nachwuchs-Konzept umsetzen. Sonst werden wir künftig nicht mehr den Erfolg haben", mahnte Quade an.

Tolle Abschlussfeier:
Die 90-minütige Schlussfeier fand auf der Olympic Medals Plaza statt und übertraf alle Erwartungen der Beteiligten. "Es war richtig megageil, was hier abging. Das war einmalig», strahlte Gerd Schönfelder, der bereits an vier Paralympics teilgenommen hat und sich dem Prädikat des Präsidenten des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) nur anschließen konnte.

Besten Spiele aller Zeiten:
Philip Craven war sich um 20.03 Uhr Ortszeit seiner Sache sicher. Er beendete die zehntägige Sport-Veranstaltung mit den Worten: "Das waren die besten Spiele aller Zeiten."