Hermann Maier's Motorradunfall und seine juristischen Folgen. Am 24. Augsut 2001 hatte sich der österreichische Skistar bei einem Verkehrsunfall schwere Beinverletzungen zugezogen. Der Flachauer war mit seinem Motorrad bei einem Ausweichmanöver von der Straße abgekommen. Ein deutscher Autofahrer hatte den Herminator dazu mit seinem Fahrverhalten gezwungen. Für Maier war in der Folge die olympische Skisaison beendet bevor sie überhaupt hätte anfangen können.

Gutachten spricht Maier frei von Schuld:
Das österreichische Magazin 'News' hat in seiner Donnerstagausgabe einen Bericht aufgelegt, wonach der Skistar im Rahmen eines Gerichtsgutachtens von jeder Schuld frei gesprochen wird. Der Grazer Diplomingenieur Bernhard Peyer - seines Zeichens beeideter gerichtlicher Sachverständiger für \"Kraftfahrwesen und Verkehrssicherheit\" - stellt das eindeutige Ergebnis vor: \"Maier hat auf das eigentliche Linksabbiegen von Wolfgang S. (der deutsche Autofahrer) gut und rasch reagiert. Er hatte keine Möglichkeit mehr, auf das Linkslenken unfallverhütend zu reagieren. Hätte S. ab dem Erreichen der Leitlinie nur einmal in den linken Außenspiegel geschaut, so hätte er das Motorrad von Maier sehen können.\"

Prozess steht an:
In Fachkreisen geht man nunmehr davon aus, dass dieses Gutachten als Basis für einen Prozess gegen den deutschen Autofahrer genutzt werden wird. Maiers Verteidiger Karl-Heinz Klee nimmt an, dass der Vorgang in drei Wochen - nach Abschluss der Voruntersuchungen - an die deutschen Justizbehörden übergeben wird.