Michaela Dorfmeister hat in Zauchensee alles unter Kontrolle. Beim Weltcup-Finale gelang der Gesamt-Weltcupsiegerin nun auch im Super G ein Traumlauf. Die 28-Jährige siegte in der Zeit von 1:27,87 Min. vor ihrer Landsfrau Alexandra Meissnitzer (1:28,53 Min.) und der neuen Super-G-Weltcupsiegerin Hilde Gerg aus Lenggries, die in 1:29,37 Min. auf den dritten Platz vorfuhr. Überraschend gelang ihrer Teamkollegin Martina Ertl der Sprung auf den vierten Platz. Sie war als letzte Fahrerin gestartet.

Super G geriet zum Nummernrennen:
Das letzte Super-G-Rennen der Saison geriet auf der 'Weltcupstrecke-Zauchensee' zum Nummernrennen. Wind, hohe Temperaturen und zunehmend diffuse Sichtverhältnisse machten es den Starterinnen mit den höheren Nummern beinahe unmöglich die Zeiten der ersten Läuferinnen zu erreichen. Durch das warme Wetter wurde die Piste schnell langsamer, der Schnee bremste die 'schnellen Ladies' mehr und mehr aus. Dennoch siegte mit Michi Dorfmeister (Startnummer eins) die beste Fahrerin des Tages. Ihr gelang erneut ein Traumnlauf.

Gerg gewinnt den Super-G-Weltcup:
Hilde Gerg hatte bereits vor dem letzen Rennen den Sieg in der Disziplinenwertung des Super G sicher in der Tasche gehabt. Doch die 26-jährige Deutsche zeigte auch im Finale ein Kämpferherz und landete schließlich auf dem dritten Platz. Dabei musste sie kleine Fehler in ihrem Lauf ausgleichen. Sonst wäre möglicherweise noch mehr möglich gewesen.

Ertl mit Galavorstellung:
Martina Ertl aus Lenggries lieferte indes den Beweis, dass es auch mit einer hohen Startnummer noch zu einem Spitzenergebnis bei diesem Rennen reichen kann. Während die Konkurrentinnen zwei bis vier Sekunden Rückstand anhäuften, kam die als letzte gestartete Olympia-Dritte bis auf wenige Hundertstel-Sekunden an die Zeit von Hilde gerg heran und wäre beinahe noch auf das Siegertreppchen gefahren.

Stefanie Schuster beendete Karriere:
Derweil beendete die beinahe 33-jährige ÖSV-Skifahrerin Stefanie Schuster ihre Karriere mit einem spektakulären Rennen. Haarscharf fuhr sie an einem Tor vorbei, es hatte den Anschein, dass sie es nicht korrekt passieren konnte. Doch sie schaffte es. Im Ziel wurde sie auf Platz fünf gelistet. Schuster war 13 Jahre im Weltcupgeschehen aktiv gewesen.

Maria Riesch musste auslassen:
Für die Junioren-Weltmeisterin im Super G, Maria Riesch aus Garmisch-Partenkirchen, die damit automatisch für das Weltcup-Finale qualifiziert war, endete das Erlebnis 'Finale' leider im Mittelteil der Strecke. Zwar konnte das DSV-Nachwuchstalent einen Sturz vermeiden, doch nach einem Fahrfehler hatte sie keine Chance mehr die vorgeschriebenen Tore einzuhalten. Petra Haltmayr aus Rettenberg kam schließlich auf den 18. Platz.