Der Weltcup-Gesamtsieger hat er neut zugeschlagen. Stephan Eberharter hat zum Auftakt der Weltcup-Finals in Altenmarkt-Zauchensee die Abfahrt der Herren gewonnen. Der beinahe 33-jährige Zillertaler gewann auf der 'Weltcupstrecke Zauchensee' in der Zeit von 1:40,80 Min. vor dem Schweizer Ambrosi Hoffmann (1:42,07 Min.) und dem Abfahrts-Weltmeister von 2001 Hannes Trinkl aus Österreich, der 1:42,26 Min. für die 3005 Meter lange Abfahrt benötigte. Platz vier ging an den Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl (Österreich).

Eberharter dominiert die Konkurrenz:
Stephan Eberharter und kein Ende. Den Gesamt-Weltcup hat er seit dem vergangenen Rennwochenende in Kvitfjell (Norwegen) sicher, die 'kleine' Kristallkugel für die Abfahrts-Disziplin war dem Dominator des Ski-Winters schon vor Olympia nicht mehr zu nehmen. Eigentlich hätte es der Österreicher beim Finale locker angehen lassen können. Doch Eberharter ließ sich auch nicht vom Wind im oberen Streckenabschnitt und dem feuchten Schnee auf der von der Sonne erwärmten Piste aus dem Konzept bringen. Erneut ließ er der Konkurrenz nur die Plätze zwei, drei und folgende übrig. Ein Profi, der bis zum Schluss Vollgas gibt.

Kein DSV-Athlet qualifiziert:
Für den DSV war die Final-Abfahrt in Zauchensee ein trauriges Ereignis. Kein deutscher Athlet konnte sich für dieses Rennen qualifizieren. Max Rauffer aus dem Leitzachtal hatte im Vorfeld den 'Cut' der besten 25 Abfahrer verpasst.

Stimmen:
Stephan Eberharter: "Ich bin sehr zufrieden, dass ich nach Kitzbühel noch einmal vor heimischem Publikum gewinnen konnte. In der Abfahrt geht es seit dem letzten Jahr richtig gut. Für den Riesenslalom werde ich mich noch einen Tag zusammenreißen. Ich bin aber zurecht stolz auf meine Leistungen in dieser Saison, denn über Jahre habe ich hart gearbeitet. Die Pflichttermine werde ich noch wahrnehmen und dann taucht der Steff Eberharter erst einmal unter. Die Zeit brauche ich dann zur Regeneration für den kommenden Winter."

Ambrosi Hofmann: "Ich bin sehr glücklich. Eigentlich wollte ich nur unter die Top-15 fahren. Ich freue mich auch für meine Skifirma, dass ich ihnen so für die gute Arbeit danken kann.

Hannes Trinkl: "Es freut mich, dass jemand den Gesamt-Weltcup gewonnen hat, der dennoch nicht abgehoben hat. Heute war erstmals meine Familie im Zielraum. Mit dem saisonabschluss bin ich schon zufrieden. Ich glaube, dass ich noch ein Weltcup-Jahr dranhänge."

Fritz Strobl: "Ein Finale in Österreich, in der Heimat, da ist man motiviert. Wir trainieren das ganze Jahr auf den Gletschern. Jetzt noch einmal Rennen vor dem eigenen Publikum. Das ist mit den Finals hier ist super."