Schlimme Nachrichten für den britischen Skisport. Der Schotte Alain Baxter, der hinter dem französischen Duo Vidal und Amiez bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City die Bronzemedaille im Slalom errungen hat, wurde des Dopings überführt. Nun steht die Aberkennung der ersten britischen Alpin-Medaille bei Olympischen Spielen im Raum. Damit müsste der 28-jährige Schotte sein Edelmetall an den Pitztaler Benjamin Raich abtreten.

Baxter soll Aufputschmittel genommen haben:
Nach Angaben der British Olympic Association (BOA) ergaben Dopingtests ein positives Resultat auf verbotene Methamphetamine, die im menschlichen Nervensystem wie ein Aufputschmittel wirken.

Medaillen-Aberkennung noch nicht bestätigt:
Der BOA-Sprecher Philip Pope konnte noch keine Angaben zum weitern Vorgehen in der sache machen: "Erst nach den Untersuchungen durch das IOC wird feststehen, ob er die Medaille verliert."

Baxter untröstlich:
Alain Baxter ist indes untröstlich, fühlt sich zudem unschuldig:
Alain Baxter:
"Ich wurde informiert, dass meine Dopingprobe, die ich nach dem Slalom abgegeben hatte, positiv war. Ich bin am Boden zerstört. Ich habe nie bewusst verbotene, leistungssteigernde Mittel eingenommen. Ich fühle mich unschuldig. Ich beabsichtige nicht, meine Verteidigung durch die Medien vorzunehmen, und darum werde ich keine weiteren Interviews und keine weiteren Stellungnahmen mehr geben, bis die IOC in meinem Fall entschieden hat."

Für Weltcup-Finale nicht qualifiziert:
Für Alain Baxter ist die Saison ohnehin bereits gelaufen. Als 28. der Weltcup-Wertung hatte er sich keine Starterlaubnis für das Weltcup-Finale in Altenmarkt-Zauchensee erkämpfen können.