Ski2b: Fritz, Du bist erstmalig in Chamonix. Wie siehst Du die Lage hier vor Ort?
Fritz Mayerhofer: Nun, ich bin hier als Rookie. Das ist schon toll, was die Jungs hier alle so drauf haben. Das Gelände gibt normalerweise viel her, die Organisation ist schon gewaltig. Immerhin muss alles mit Hubschraubern in den Hang gebracht werden.

Ski2b: Welche Chancen hattest Du Dir im Vorfeld des Wettkampfes ausgerechnet?
Fritz: Wir sind eigentlich als Team hier um zu lernen. Für mich war in erster Linie die Teilnahme schon eine runde Sache. Klar, wenn man dann oben am Hang steht, seine Linie vor dem inneren Auge, dann will man alles geben, will in das Finale. Schließlich bin ich ergeizig, aber jeder, der hier herunterkommt, der hat schon was geleistet. Für das Finale hat es nach meinem Sturz halt nicht mehr gereicht.

Ski2b: Du sprichst bereits Deinen Qualifikation-Run an. Was macht es nun aus, um letztlich ins Finale zu gelangen?
Fritz: Tja, Big Mountain ist so eine Mischung aus Mut, Können, Glück und vor allem viel Kondition. Es ist die reine Form des Skifahrens. Mann bzw. Frau gegen den Berg. Es ist unglaublich anstrengend. Unten fehlt Dir einfach die Kraft, der Schnee ist tief, der Puls auf 180. Dazu muss man genau schauen, dass die Jury auch Deine Linie immer einsehen kann. Es nützt Dir nichts, wenn Du einen 15 Meter Sprung in die Tiefe machst, aber keiner der Jugde Dich sehen kann, weil Du hinter einem Fels verschwindest. Den Geschmack der Preisrichter musst Du natürlich auch treffen.

Ski2b: Du bist auf Platz 27 gelandet, hast das Finale der besten 16 verpasst. Woran hat es konkret bei Dir gehapert?
Fritz: Ich hatte oben einen Sturz, dabei dann einen Skier verloren. Bei der Hangneigung kannst Du nur noch mit Hilfe des anderen Skiers nach oben robben. Das hat tierisch viel Kraft gekostet. Meinen großen Sprung musste ich daher auslassen. Damit war die Chance auf das Finale dahin.

Ski2b: Wie bist Du eigentlich zu dieser Sportart gekommen?
Fritz: Ich liebe den Thrill. Zudem bin ich immer intensiv skigefahren, war als Skirennläufer in der Skihandelsakademie Schladming, bin Europacuprennen gefahren. Da kommt man eher auf solche Ideen.

Ski2b: Was nimmst Du nun an Erfahrungen mit nach Österreich?
Fritz: Zunächst, dass der Red Bull Snow Thrill eine super Sache ist. Die Stimmung ist hier prächtig. Mit den Superstars zu fahren, wie z.B. Bruno Compagnet, das hat schon was. Außerdem kenne ich jetzt die Strecken hier etwas besser. Leider lag ja am ersten Tag nicht so viel Schnee. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

Ski2b: Danke für das Interview.
Fritz: Ich habe zu danken.