Es war der Tag der Italiener. Alessandro Fattori gewann auf der Olympiabakken-Piste in Kvitfjell (Norwegen) den letzen Super G der Herren vor den Weltcup-Finals, die ab Mittwoch im Altenmarkt-Zauchensee (Österreich) ausgetragen werden. Der 28-Jährige siegte in der Zeit von 1:36,68 Min. vor dem Schweizer Didier Defago (1:36,88 Min.) und dem neuen Weltcup-Gesamtsieger Stephan Eberharter aus Österreich, der 1:36,92 Min. für die 2574 Mter lange Strecke benötigte. Den vierten Platz belegte der italienische Altmeister Kristian Ghedina.

Zweiter Weltcupsieg für Fattori:
Für den italienischen Abfahrts- und Super-G-Spezialisten Alessandro Fattori war es erst der zweite Weltcup-Erfolg in seiner Ski-Laufbahn. Bislang steht ein Abfahrtserfolg aus der Vorjahres-Saison auf seinem Konto. In diesem Ski-Winter konnte Fattori aber beim Super G in Kitzbühel bereits mit einem zweiten Platz auf sich aufmerksam machen.

Schwerer Sturz von Solbakken:
Der Super G von Kvitfjell begann allerdings mit einer Schrecksekunde. Bjarne Solbakken, der das Rennen mit der Startnummer eins eröffnet hatte, kam im Zielsprung unglücklich zu Fall. Er verdrehte sich komplett in der Luft und prallte unglücklich auf der eisharten Piste auf. Mit dem Rettungsschlitten musste der 24-Jährige aus der Strecke geborgen werden.

Rauffer chancenlos:
Der einzige DSV-Starter in Kvitfjell, Max Rauffer aus dem Leitzachtal, konnte seine gute Leistung bei der Abfahrt (Platz 12) im Super G nicht bestätigen. Nach einer missglückten Fahrt landete der Deutsche abgeschlagen auf dem 41. Rang. Damit dauert die Krise im DSV-Herren-Abfahrtsbereich weiter an.

Eberharter holt Gesamt-Weltcup:
Nun sind auch rechnerisch alle Würfel gefallen. Dem Zillertaler Stephan Eberharter ist der Weltcup-Gesamtsieg nach dem Rennwochenende in Kvitfjell nicht mehr zu nehmen.
Auch im Kampf um die 'kleine' Kristallkugel sieht es für den Österreicher vor dem letzten Rennen mehr als günstig aus. Ein Platz unter den Top-15 reicht Eberharter selbst bei einem Sieg seines Konkurrenten Didier Cuche (Schweiz) zum Gewinn der Disziplinen-Wertung aus. Kjetil Andre Aamodt ist indes seit dem Super G machtlos in Sachen Gesamt-Weltcup. Auch Siege bei allen restlichen vier Rennen der Saison würden den Norweger nicht mehr an Eberharter vorbei auf den skialpinen Thron geleiten. Der neue Skikönig heißt Stephan Eberharter.