Hannes Trinkl hat es allen gezeigt. Der Abfahrts-Weltmeister von St. Anton 2001, der bei der Olympia-Abfahrt in Salt Lake City nicht zum Zug kam, gewann auf der Olympiabakken-Piste von Kvitfjell die Abfahrt der Herren in der Zeit von 1:27,15 Min. vor dem Franzosen Claude Cretier (1:27,49 Min.) und den beiden zeitgleichen Franco Cavegn (Schweiz) und Kristian Ghedina (Italien), die beide in 1:27,57 Min. gestoppt wurden.

Blauer Himmel - aber heftiger Wind:
Typisch die Bedingungen auf der einstigen Olympia-Abfahrtsstrecke von 1994. Blauer Himmel sorgte zwar für beste Sichtverhältnisse, aber der heftige Wind ließ den Verantwortlichen keine andere Wahl als den Start auf den Super-G-Bereich herunter zu setzen. Dadurch fand das Rennen letztlich unter regulären Bedingungen statt.

Warten auf vorzeitigen Gesamt-Weltcupsieg:
Der dreifache Medaillen-Gewinner von Salt Lake City und vorzeitige Abfahrts-Weltcupsieger, Stephan Eberharter aus dem Zillertal, muss seinen vorzeitigen Gesamtweltcup-Sieg mindestens auf das nächste Rennen (Super G am Sonntag) verschieben. Zwar konnte er das Punktepolster vor seinem Hauptkonkurrenten Aamodt weiter ausbauen, aber rechnerisch ist die große Kristallkugel noch nicht in den Händen Eberharters.

Max Rauffer verbessert:
Der einzige DSV-Starter Max Rauffer aus dem Leitzachtal zeigte sich nach den schlechten Ergebnissen bei Olympia in verbesserter Form. Rauffer fuhr mit der Startnummer 35 auf den 12. Platz vor. Im Super G am Sonntag dürfte eine nochmalige Leistungssteigerung möglich sein